Die Beatles in der BRAVO: Limitiertes Sammelwerk erhältlich

Dr. Sommers Sexualaufklärung, der Starschnitt, die Foto-Lovestory und Neuigkeiten über die jeweils angesagtesten Stars – das assoziiert die Mehrheit mit dem Jugendmagazin BRAVO. Diese Publikation hat gegenwärtig wie andere Printmedien auch große Probleme mit schwindenden Auflagen. Doch lange Zeit war die BRAVO aus den Jugendzimmern und vom Schulhof nicht wegzudenken. Es sollte auch nicht unterschätzt werden, wie stark die BRAVO den Erfolg der Beatles in Deutschland beeinflusste. Umgekehrt profitierte auch das Jugendmagazin von den Liverpoolern und berichtete über John, Paul, George und Ringo weit über das Ende der Band hinaus. Dies ließ erst in den Achtzigern Jahren nach. Nun widmet sich eine neue Buchreihe dem Thema Beatles und BRAVO.

The Beatles BRAVO Scrapbook, Volume 1

In diesem ersten von insgesamt geplanten drei Bänden steht die Frühphase der Beatles im Mittelpunkt. Alles, was zwischen 1963 und 1966 in der BRAVO zum Thema Beatles zu finden gewesen ist, wurde sorgfältig digitalisiert. Als Quellen dienten eigene BRAVO-Ausgaben und bereits digitalisiertes Material des BRAVO Archivs, von dem sich der Herausgeber für die Veröffentlichung dieses dokumentarischen Sammelwerks grünes Licht holte.

Jedes Buch der limitierten Ausgabe erhält eine laufende Nummer.

Das Beatles „BRAVO Scrapbook“ ist in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren erschienen, die exklusiv via eBay vertrieben wird. Das gebundene Buch enthält 216 farbig gestaltete Seiten in einem Format knapp unter DIN A4 und ist mit guter Fotobuchqualität vergleichbar.

Sommerliche Fan-Extase in Deutschland: Die Beatles auf BRAVO-Blitztournee.
Für die BRAVO-Redaktion war die 1966er-Deutschlandtour natürlich ein Fest.

Die Gestaltung folgt tatsächlich dem Einklebe-Album-Prinzip, eben das, was man mittlerweile auch in Deutschland unter dem Begriff Scrapbook versteht. Das Buch übernimmt entweder ganze Seiten oder kombiniert mehrere kleine Artikel, bis sie halbwegs das Seitenformat füllen. In seiner Gesamtheit nimmt das Scrapbook den Leser auf eine Zeitreise, aber besonders die aufregende Beatles BRAVO Blitztournee vom Juni 1966 lässt nostalgische Gefühle aufkommen. Unter dem redaktionellen Aspekt sind viele Artikel von haarsträubender Qualität, sehr frei in punkto Übersetzung und Wahrheitsgehalt, aber das war damals eben normal. Auf das Kommentieren der zeitgenössischen Aussagen verzichtet der Herausgeber.

Tricks und Geheimnisse – BRAVO verrät alles.

Der Verfasser dieser Zeilen hat etwa zwei Dutzend BRAVO-Hefte im Archiv, kann sich aber in dieser Rezension nur auf die Zusicherung des Herausgebers bezüglich der Vollständigkeit verlassen. Was allerdings gleich auffällt, ist das Fehlen der Starschnitt-Seiten. Die BRAVO veröffentlichte in ihrer Geschichte zwei Beatles-Starschnitt-Serien, von denen die erste 1965/66 und die zweite 1981 über etliche Hefte verteilt erschien. Der Herausgeber des Scrapbooks vertritt die Ansicht, dass es reicht, auf der jeweils letzten Seite von Volume 1 und 2 die verkleinerten Motive der Starschnitte abzubilden. Das kann man auch anders sehen. Nicht ganz passend ist es in diesem Fall, den 1981er Starschnitt in das Buch aufzunehmen, das sich auf den Beatles-Content der Jahre 1963 bis 1966 befasst.

Die ersten kleinen Artikel, die jemals in der BRAVO veröffentlicht wurden.

Für Nostalgiker ist das „Beatles Scrapbook“ eine lohnende Anschaffung, die allerdings auch ihren Preis hat. 59,40 Euro sind für das Buch zu berappen. Immerhin: Für die Originalhefte zahlt man heutzutage mitunter sehr saftige Preise, und wenn man darüer hinaus auf die Haptik eines hochwertig gebundenen Buches steht, dann stellt das auf CD erhältliche digitale Gegenstück aus dem BRAVO Archivs keine wirklich zufriedenstellende Lösung dar.

Zwei weitere Bände sind bereits angekündigt. So soll sich Volume 2 mit den Jahren 1966 bis 1969 beschäftigen, während sich Volume 3 (1969 bis 1980) vorwiegend den Ex-Beatles widmen wird. Weitere Bücher dieser Art sind zu den Glamrock-Größen Slade, T.Rex und Sweet zu erwerben – ebenfalls exklusiv über eBay.

Jeder Buchbestellung wird dieses Poster im DIN A2-Format beigelegt.


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Neue Buchbesprechung: The Death and Life of Mal Evans

Mal Evans ist eine bedeutsame Figur in der Geschichte der (Ex-)Beatles. Traurigerweise gibt es keine Biografie über ihn. Aber Fan Ficiton, und die Lektüre derselben habe ich gerade abgeschlossen. Hier kann man etwas darüber lesen:

Link

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„Angel In Disguise“: Unveröffentlichter McCartney/Starkey-Song wird versteigert

(AB) Während der Aufnahmen zu Paul McCartneys 1997er Album „Flaming Pie“ entstanden mit „Really Love You“ und „Looking For You“ zwei Songs, die den Autorenvermerk McCartney/Starkey tragen. Wie aus dem Nichts macht nun die Nachricht einer weiteren Gemeinschaftskomposition die Runde, die allerdings bereits 1992 in einem Rolling Stone-Interview und in der Starr-Biografie von Adam Clayson kurz Erwähnung fand. Ob es sich bei dem völlig unbekannten Song „Angel In Disguise“ um eine Antwort auf „Devil In Disguise“ von Elvis Presley handelt ist unwahrscheinlich. Sicher ist, dass das Stück für Ringo Starrs Comeback-Album „Time Takes Time“ (1992) aufgenommen wurde. Am Ende schaffte es „Angel In Disguise“ aber weder auf Ringos Album noch auf das 1993 erschienene McCartney-Werk „Off The Ground“.

Die Kassette stammt aus dem Besitz des britischen Radio Luxembourg-Moderators Tony Prince, der seinerzeit darum gebeten wurde, einen anderen Künstler zu finden, der den Song aufnehmen würde. Das Band enthält eine von Paul McCartney gesungene Demofasung und eine aufwendiger aufgenommene und abgemischte Version mit Ringo Starr am Leadgesang und einen von Ringo zusätzlich hinzugefügten Vers. Diese Historie stellt die Fans vor gewisse Rätsel. Aber die Informationen legen auch nahe, dass es sich nicht unbedingt um ein Meisterwerk handelt. Zunächst sind jedenfalls solvente Bieter gefragt, denn die Kassette soll am 19. Mai 2020 in Großbritannien versteigert werden. Dabei wird ein Erlös von umgerechnet über 23.000 Euro erwartet.

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Singen mit den Beatles: Yellow Submarine Official Sing-A-Long Watch Party

(AB) Am Dienstag sorgte ein geheimnisvoller Tweet von Ringo Starr für Diskussionen in der Fangemeinde. Der Ex-Beatle gab seinen Followern den Rat, am Samstag, den 25. April 2020 auf ein besonderes Ereignis gefasst zu sein und den offiziellen YouTube-Kanal der Beatles im Auge zu behalten.

Die Fans mutmaßten beispielsweise, dass es konkrete Neuigkeiten zur sehnsüchtig erwarteten Neubearbeitung des „Let It Be“-Projekts der Beatles geben könnte. Die Auflösung erfolgte am Tag darauf – erneut durch eine Ankündigung Ringo Starrs. Leider wird es noch keine entscheidenden Nachrichten zu „Let It Be“. Stattdessen können diejenigen, die in der Coronakrise das gemeinsame Singen vermissen, dies am Samstag um 18:00 Uhr MEZ zu Songs aus dem Beatles-Film „Yellow Submarine“ tun. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

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Ringo Starr als Gastmusiker auf dem neuen Album von Ray Wylie Hubbard

(AB) Am 10. Juli 2020 wird der US-amerikanische Countrymusiker Ray Wylie Hubbard sein mittlerweile 18. Album veröffentlichen. Es trägt den Titel „Co-Starring“, und passenderweise konnte Ringo Starr als Schlagzeuger auf einem der Songs verpflichtet werden. Das Album macht seinen Titel zum Prinzip, denn es zeichnet sich durch namhafte Begleitmusiker aus, die sozusagen in weiteren Hauptrollen auftreten. Neben Ringo Starr sind besonders Joe Walsh (Eagles), Chris Robinson (Black Crowes, Chris Robinson Brotherhood) und Don Was (Was [Not Was]) zu nennen. In dieser Besetzung nahmen die letztgenannten Musiker in Ringo Starrs Roccabella West Studio den Song „Bad Trick“ auf. Stilistisch bewegt sich der Song im Fahrwasser der letzten Alben von Ringo Starr.

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COVID-19-Benefiz: Paul McCartney allein am Fender Rhodes

(AB) Es war ein virtueller Konzert-Marathon, der einen dreistelligen Millionenbetrag für Projekte im Kampf gegen die Corona-Pandemie generierte und gleichzeitig alle Beschäftigten im Bereich der Medizin und auch Ehrenamtliche würdigte. Das u.a. via YouTube übertragene Spektakel hatte einen sechsstündigen Vorlauf mit vorwiegend weniger bekannten Künstlern, bevor sich ab 2:00 Uhr MEZ die ganz großen Stars mit zuvor eingespielten Videoclips aus ihren jeweiligen privaten vier Wänden präsentierten.

Lady Gaga eröffnete den Reigen mit einer beeindruckenden Piano-Soloversion von Nat King Coles bekanntem Song „Smile“ (komponiert von Charlie Chaplin). Ebenfalls am Klavier spielte dann Stevie Wonder ein Medley aus „Lean On Me“ (ein Song seines kürzlich verstorbenen Freundes Bill Withers) und der Eigenkomposition „Love’s In Need Of Love Today“. Überraschend weit vorn im Programm folgte dann bereits Paul McCartney, der sich aus seinem Hogg Hill Mill Studio im heimischen Sussex meldete. McCartney begann mit von Herzen kommenden Dankesworten, die er an Ärzte, Krankenschwestern und andere Helfer weltweit richtete, wobei er auch an seine Mutter Mary erinnerte, die ebenfalls den Beruf der Krankenschwester (und Hebamme) ausübte. Bevor er zum musikalischen Teil überging, appellierte der Ex-Beatle darüber hinaus an die Zuschauer, Druck auf die Regierungen auszuüben, damit diese das Gesundheitssytem mehr fördern als es bisher der Fall war.

Durch die Kontaktsperre derzeit getrennt von seiner Frau Nancy: Paul McCartney daheim in Sussex.

Es folgte eine rhythmisch und instrumental veränderte, weitgehend improvisierte Fassung von „Lady Madonna“, die Paul McCartney am Fender Rhodes E-Piano spielte. Viele Fans fieberten live dem Ereignis entgegen und mussten schließlich nicht zum ersten Mal mit beinahe schmerzhaftem Mitgefühl die stark geschwächte Stimme des früher meisterlichen Gesangsvirtuosen zur Kenntnis nehmen. In großen Konzerten hat es in den letzten Jahren nicht zuletzt dank der gesanglichen Unterstützung durch McCartneys Schlagzeuger Abe Laboriel jr. zwar recht gut funktioniert. Und auch Elton Johns Stimme hat gelitten. Das konnte dem Publikum bei seiner Version von „I’m Still Standing“ nicht entgehen. Paul McCartney ist hingegen noch stärker betroffen muss sich ernsthafter denn je fragen, wie lange er die Strapazen eines Live-Performers noch auf sich nehmen will.

Auch wenn Mick Jagger sich seit jeher in einem deutlich überschaubareren Stimmspektrum bewegt, gelang den Rolling Stones der bessere Auftritt. Jagger, Richards, Watts und Wood waren über instrumentale Aufzeichnungen zusammengeschnitten sangen eine Version ihres 1969er Klassikers „You Can’t Always Get What You Want“.

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„One World: Together At Home“ – Benefizkonzert gegen Coronavirus mit Paul McCartney am 18.04.2020

(AB) Zusammen mit den US-Talkmastern Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel und Stephen Colbert kuratiert Lady Gaga ein Benefizkonzert, an dem auch Paul McCartney teilnehmen wird. Die Vorbereitungen für das am 18. Aprill stattfindende Konzert gehen inzwischen in die heiße Phase. Neben dem Ex-Beatle haben sich Stars wie Elton John, Stevie Wonder, Eddie Vedder, Billie Eilish, Lang Lang, Keith Urban, Andrea Bocelli, Coldplay und andere angekündigt.

„One World: Together At Home“ soll nicht nur Solidarität mit den stark belasteten Beschäftigten im Gesundheitswesen demonstrieren: Die Erlöse des mehrstündigen Benefizkonzertes sollen verschiedenen Corona-Projekten der UN zugutekommen. Das Konzert, welches vor allen Dingen durch Unternehmen und Philanthropen durch Spenden unterstützt werden soll, wird live im Fernsehen und Internet übertragen.

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It was 50 years ago today – Paul McCartney verkündet das Ende der Beatles

Q: „Why did you decide to make a solo album?“

Paul: „Because I got a Studer four-track recording machine at home – practiced on it (playing all instruments) – liked the results, and decided to make it into an album.“

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(AB) So fing das folgenschwere Selbstinterview Paul McCartneys an, das am Tag zuvor als Pressemitteilung herausgegeben wurde und genau heute von 50 Jahren die Schlagzeilen der Tageszeitungen beherrschte. Die Beatles waren – ohne dass es direkt so beabsichtigt war – für alle Zeiten Geschichte.

Auch wenn sie nie wieder vollständig als Band musizierten: Es war auch der Startschuss für wunderbare Songs und Alben, die sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aufnehmen sollten. Natürlich war nicht alles meisterhaft. Heute können wir sagen, dass sie die echte Magie nur als Quartett erzeugten. Aber es ging weiter, und die Vier verloren sich auch nicht aus den Augen. Immer mal wieder traten sie als Gastmusiker auf den Alben der jeweils anderen Drei in Erscheinung.

So darf man dankbar sein für den großen musikalischen Schatz, den die Beatles hinterlassen haben. Man kann sich darüber hinaus freuen, wie groß auch für nachfolgende Generationen die Bedeutung der Beatles, wie gegenwärtig die Inspiration durch John, Paul, George und Ringo immer noch ist. Stellvertretende für viele junge Künstler hier ein weniger bekannter Song vom 1970er Debüt „McCartney“, dessen eigenständige Umsetzung überzeugt. Ein bisschen Country, eine leichte Prise Rockabilly, und sehr harmonisch vom texanischen Duo The Watters vorgetragen.

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Buchbesprechung: „Paul McCartney Hautnah“

Seit drei Wochen ist ein neues deutschsprachiges Buch über Paul McCartney auf dem Markt. ex-beatles.de hat sich ein Bild davon gemacht, was der Moderator, Musik- und Medienjournalist Christian Simon über seine Jahre mit Sir Paul zu berichten hat.

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Buchtipp: „Jimi Hendrix: Alle Songs“


Jimi Hendrix: Alle Songs

Die Geschichten hinter den Tracks

Philippe Margotin / Jean-Michel Guesdon

Erstveröffentlichung: 10. Oktober 2019
592 Seiten in deutscher Sprache
Delius Klasing Verlag „Edition Delius“, Bielefeld
ISBN: 978-3-667-11686-4
Preis: 59,90 € (D) / 61,60 € (A)

Das bewährte französische Autorenteam Margotin und Guesdon hat im vergangenen Herbst mit „Jimi Hendrix: Alle Songs“ ein neues Nachschlagewerk vorgelegt. Auch in seiner Monumentalität setzt es die erfolgreiche Reihe der entsprechenden Veröffentlichungen über die Beatles, Pink Floyd, Bob Dylan und den Rolling Stones fort. Wieder einmal kommen die beiden Musikjournalisten auf knapp 600 Seiten. Was erstaulich ist, war doch Jimi Hendrix nur etwa dreieinhalb Jahre als Solokünstler aktiv, bevor sein Leben im September 1970 so jäh endete.

Aktive und postume Jahre sind farblich voneinander abgegrenzt und schnell auffindbar

Dennoch gilt Seattles berühmtester Sohn auch ein halbes Jahrhundert später immer noch als einer der einflussreichsten Gitarristen. Es ist sicher auch nicht vollkommen vermessen, Hendrix als größten Innovator an den sechs Stahlsaiten zu bezeichnen, wenn man sich den Urknall vergegenwärtigt, den sein erstes Auftreten in Europa darstellt. Selbst die größten Helden der Musikszene (unter ihnen auch die Beatles) hielten ehrfürchtig den Atem an, als Jimi Hendrix das Swinging London in seinen Grundfesten erschütterte. Legendär ist beispielsweise die Anekdote von Jimi Hendrix‘ Auftritt am 4. Juni 1967 im Londoner Saville Theatre. Das bahnbrechende Beatles-Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ war gerade vor ein paar Tagen erschienen, als Hendrix als Hommage an die im Publikum anwesenden Beatles seine Show mit den Titelsong des neuen Beatles-Albums eröffnete.

Jimi Hendrix zollt dem Schöpfer der „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ Tribut

Diese Geschichte und viele andere mehr sind eingebettet in die interessante Dokumentation der Aufnahmesessions. Die einzige Ausnahme bildet der erste Teil des Buches, in dem Hendrix‘ nicht gerade ungetrübte Kindheit und Jugend sowie der Weg beschrieben wird, den der Gitarrist als junger Mann mit verschiedenen Formationen und ihn prägenden Musikerpersönlichkeiten zurücklegte. Vom Gesamtumfang des Buchs nimmt dieser Teil etwa 10 Prozent ein. Mit der im Dezember 1966 erschienenen Single „Hey Joe“/“Stone Free“ dringen die Autoren dann zum eigentlichen  Kern vor:  Song für Song, Album für Album werden Jimi Hendrix‘ Werk und Wirken sowie die Hintergründe seiner Musik detailliert ausgeleuchtet.

Das Inhaltsverzeichnis mit psychedelischem Layout

Erfahrene Leser der Reihe wissen, wie der Hauptteil dieser Bücher strukturiert ist. Jedem Album ist ein ausführliches Essay vorangestellt, das auf die jeweiligen Aufnahmen vorbereitet und einstimmt. Es folgen Rahmendaten der einzelnen Songs (ausführende Musiker, Tontechniker, Produzent sowie Angaben zum Aufnahmestudio), die Vorgeschichte und schließlich die Dokumentation der Aufnahme selbst. Obendrauf gibt es noch – vom eigentlichen Text grafisch abgesetzt – Fun Facts und Spezialwissen („Für absolute Hendrix-Fans“) in Kurzform.

Jimi Hendrix in London. Er fand Unterschlupf in Ringo Starrs Wohnung (34 Montagu Square).

Der letzte große Abschnitt von „Jimi Hendrix: Alle Songs“ befasst sich mit seinem stattlichen posthumen Werk. Es beginnt mit dem 1971er Album „The Cry Of Love“ und endet mit dem 2018 veröffentlichten Album „Both Sides Of The Sky“ – Letzteres vergleichsweise kurz besprochen. Das Material auf den posthumen Alben jüngeren Datums wie „People, Hell And Angels“ und eben auch „Both Sides …“ ist von erstaunlich hoher künstlerischen Qualität. Aus diesem Grund wäre eine ausführlichere Untersuchung lohneswert gewesen.

Man kann es allerdings leicht verschmerzen. Unterm Strich ist „Jimi Hendrix: Alle Songs“ wie auch die zuvor bei Delius Clasen erschienenen Bücher dieser Reihe uneingeschränkt empfehlenswert.

Auch Linda McCartney, die beeindruckende Fotos von Hendrix machte, findet Erwähnung.

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