Paul McCartney, Ringo Starr, Julian und Sean Lennon trauern um Prince

(AB) Vollkommen unerwartet und zu früh wurde am 21. April 2016 der Sänger, Komponist und Multiinstrumentalist Prince 57-jährig aus dem Leben gerissen. Die weltweite Trauer und der Verlust für die Musikwelt kann derzeit mit den Nachwirkungen des plötzlichen Todes von David Bowie zu Beginn dieses Jahres verglichen werden. Auch in der Beatles-Familie sitzt der Schock tief. So teilte Paul McCartney via Twitter mit, dass er tief betrübt, jedoch stolz sei, mit Prince in das Neue Jahr hineingefeiert zu haben. Prince hätte einen brillanten Auftritt hingelegt und sei guter Dinge gewesen. Die beiden Superstars waren Gäste in der Silvesterausgabe der US-Show „Saturday Night Live“.

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Ringo Starr verband seine Trauer mit einer offenbar persönlichen Erinnerung an Prince. Er kündigte an – ebenfalls über Twitter – am Todestag seine violette Flöte im Gedenken an den „Purple Rain“-Sänger zu spielen.

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Auch die Kinder der Beatles reagierten mit Statements. So gab Stella McCartney an, dass Prince für sie eine der größten Inspirationen darstelle. Sie sei dankbar, dass sie Princes Musikalität aus nächster Nähe bewundern durfte. Der in den sozialen Netzwerken sehr aktive Julian Lennon gab zu Protokoll: „Erneut geschockt und fassunglos, diesmal vom Tod eines alten Weggefährten und Freundes, dem Genie Prince.“ Am tiefsten getroffen zeigte sich sein Halbbruder Sean: „Prince R.I.P. – Ich kann nicht aufhören zu weinen. Dieses Jahr ist einfach zu viel. Einmal hast du mir in einem Club gesagt, ich müsse mit dem Rauchen aufhören. Nun, ich habe es letztlich geschafft. Damit hast du mir wahrscheinlich das Leben gerettet.“

Nicht nur Beatles-Fans, sondern die verschiedensten Fanlager und Medien erinnerten an Prince mit einer seiner erstaunlichsten Auftritte: Sein Gastauftritt von 2004 beim großen George Harrison-Klassiker „While My Guitar Gently Weeps“ zusammen mit Tom Petty, Jeff Lynne, Steve Winwood und Dhani Harrison.

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3 Antworten zu Paul McCartney, Ringo Starr, Julian und Sean Lennon trauern um Prince

  1. admin sagt:

    Auch an mir ging der Tod von Prince nicht spurlos vorbei. Hier ein persönlicher Nachruf:

    PRINCE Rogers Nelson (1958-2016)

    Prince ist tot. Auf einmal weg. Für die Musikwelt ist das ein Schlag, der auf jeden Fall vergleichbar ist mit dem Tod von David Bowie am Anfang des Jahres. In den letzten Stunden habe ich über die Formulierung meines Freundes Frank nachgedacht. Er schrieb über Prince, dass er ihn ein bisschen aus den Augen verloren hatte und dass Prince ein echter Lichtblick in den Achtziger Jahren gewesen sei. Und seien wir ehrlich: Das war wirklich ein kaltes Jahrzehnt für Musikfans, die mit der Musik der Sechziger oder Siebziger groß geworden sind – selbst wenn man für Neues aufgeschlossen war.

    Ich denke, viele von uns haben Prince aus den Augen verloren. Aber jetzt wird uns klar, was für ein toller und bedeutender Typ Prince gewesen ist. Ein genialer Musiker, der in jedem Genre zuhause sein konnte, wenn er dazu Lust hatte. Der großartige Songs einfach mal so anderen Künstlern überließ, ohne sie selbst zu nutzen. 2004 wurde Prince in die Rock And Roll Hall of Fame aufgenommen. Bei dem dazugehörigen Live-Programm gesellte er sich zu Tom Petty, Jeff Lynne, Steve Winwood und Dhani Harrison und spielte mal eben das großartigste Solo zu „While My Guitar Gently Weeps“ seit Eric Clapton. Nicht umsonst ist gerade dieser Auftritt mittlerweile millionenfach als Video geteilt worden. Aber es ist nur ein kleiner Bruchteil der Musikalität und Vielseitigkeit, die in diesem kleinen Mann steckte.

    Leider habe ich Prince nie live erlebt. In den späten Achtzigern hatte ich einmal eine Freikarte für ein Konzert in Hamburg. Ich war damals in der Ausbildung zum Siebdrucker oder gerade damit fertig. Erinnere mich nicht mehr genau, ob es das Konzert 1988 oder 1990 war. Was ich aber nie vergessen werde ist, dass mein Chef mich damals zu Feierabend nicht wegließ, bevor der damalige zu erledigende Auftrag nicht beendet war. Er wusste, dass ich zum Konzert wollte, ließ mich aber einfach nicht weg. Aus purer Schikane. So verpasste ich den Bus nach Hamburg und somit auch das Konzert. Vor ein paar Tagen, als sich mein Sohn eine meiner Prince-CDs auslieh, dachte ich noch, dass ich bei nächster Gelegenheit nach all den Jahren doch nun endlich mal auch auf ein Prince-Konzert gehen müsste. Tja.

    So ein früher Tod zeigt nicht nur wieder, wie zerbrechlich unser Dasein ist, sondern auch das, was John Lennon einmal in dieser Songzeile ausdrückte:

    „You don’t know what you’ve got until you lose it.“

  2. Danke, Admin, ich habe diesen Text sehr gern gelesen und genossen. Anders als das zugrunde liegende Ereignis, dessen Grund er ist. Ich bin tief ins Mark getroffen und habe gesagt, meine persönliche musikalischen Nr. 2 ist nun von der Liste derjenigen gesprungen, deren Tod ich ernstlich beweinen muss. Auf die Rückfrage einer Leserin, wer denn die Nr. 1 wäre, antwortete ich anders als sie erwartet hätte, mit Paul McCartney. Weswegen ich dieser Website für ihre Existenz sehr dankbar bin und mich über diese gedankliche Verbundenheit sehr freue.

    Auf meiner Website habe ich einige Aspekte meines Trauerns in verschiedene Statements und Gesichtspunkte zum Ableben des größten, kleinen Meisters aller Künste zusammengefasst.

    • admin sagt:

      Vielen Dank für deine netten und persönlichen Worte, Tommy. Es ist mir nicht entgangen, wie nahe dir Princes Tod geht. Deinen schönen und ebenfalls sehr persönlich gefärbten Nachruf habe ich gelesen und auf meiner Facebookseite verlinkt. Hoffen wir, dass uns Paul McCartney, Ringo Starr und viele andere Persönlichkeiten, die wir in unser Herz geschlossen haben, noch möglichst lang erhalten bleiben.

      Beste Grüße,
      Ansgar

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