Premiere: Webseite präsentiert Titelsong von Ringo Starrs neuem Album

(AB) Auf der Homepage der US-amerikanischen Fanseite „Joe Johnson’s Beatle Brunch“ ist aktuell der Titelsong des kommenden Studioalbums von Ringo Starr in voller Länge zu hören.
Der Song „Postcards From Paradise“ ist ein Fest für leidenschaftliche Nostalgiker, doch wird vor allem Dingen die Fans enttäuschen, denen Starrs letzte Alben „Ringo 2012“ und „Y Not“ nicht gefielen. Nicht nur auf den genannten Veröffentlichungen gibt es ein Merkmal, das sich auch bei „Postcards From Paradise“ in den Vordergrund drängt: das unablässige Zitieren der eigenen (Beatles-)Vergangenheit. Gerade Ringo Starr beklagt sich gelegentlich, nur als Schlagzeuger der Beatles und nicht als eigenständiger Künstler wahrgenommen zu werden. Auf dem am 27. März erscheinenden Album gibt es gar einen „Not Looking Back“ benannten Titel. Doch genau dies macht Ringo Starr immer wieder.
„Postcards From Paradise“ ist klangtechnisch einwandfrei produziert, jedoch musikalisch relativ überraschungsarm, schleppend und farblos. Das Gitarrensolo beschwört dagegen ein weiteres Mal den Stil George Harrisons herauf. Der schlichte Text setzt sich in einer Laufzeit von über fünf Minuten zu großen Teilen aus Beatles-Songtiteln zusammen:

It’s all too much my little child
If you would be my honey pie
Eight days a week you will be mine
It’s getting better all the time“

(Textauszug, 2. Strophe)

Noch haben Beatles-Fans Gelegenheit, vor dem offiziellen Erscheinungstermin den neuen Song zu hören. Dazu ist auf der „Beatle Brunch“-Startseite oben links der „VOX“-Button anzuklicken. Nach kurzer Ladezeit erklingt „Songs From Paradise“.

→ Link: „Joe Johnson’s Beatle Brunch“

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5 Antworten zu Premiere: Webseite präsentiert Titelsong von Ringo Starrs neuem Album

  1. Benny Young McCartney sagt:

    Na wundervoll, das ist ja mal wieder die langweile pur, irgendwie wirkt es auf mich als hätte Ringo gar keine rechte Lust mehr auf das Schreiben und Erschaffen von Musik. er ist ein guter Drummer, aber ein Songwriter war er ja noch nie. Dieser Song fügt mir allerdings Schmerzen beim Hören zu, aber irgendwie ist es ja auch eine Kunst so viele Beatles Titel in einen Song zu pressen. Ich hätte mir allerdings mehr erwartet als “Leichenfledderei“ (im übertragenen Sinne gemeint, die Songs der Beatles sind für mich natürlich keine Leichen) wo Ringo doch immer wieder sagte das er nur auf die Beatles reduziert wird, und jetzt reduziert er sich selbst nur auf die Beatles. Naja das Album werde ich mir trotzdem kaufen, nur hoffe ich das darauf hörenswertere Sachen als “Postcards from Paradise“ sind.

    • admin sagt:

      Moin Benny,

      „… als hätte Ringo gar keine rechte Lust mehr auf das Schreiben und Erschaffen von Musik. er ist ein guter Drummer, aber ein Songwriter war er ja noch nie.“

      Das ist es ja gerade. Seit Ringo mehr Einfluss auf die kreativen Entscheidungen nimmt, lässt die Qualität massiv nach (speziell nach Beendigung der Zusammenarbeit mit Mark Hudson). Ringo braucht ein gutes Team, das ihn mit hochklassigen Songs versorgt. Eben Leute wie Mark Hudson oder wie die Powerpop-Experten von Jellyfish. Am besten auch mal namhafte gute junge Songschreiber mit einem Gefühl dafür, was Ringo „braucht“.

      Viele Grüße,
      Ansgar

  2. Wolfgang Hofer sagt:

    Ich mag das Ringo-Bashing ja nicht so, allerdings muss ich sagen, dass diese Nummer wirklich sehr öde ist. Da fehlt sämtlicher Schwung, den Ringo mit den Alben der Roundheads so großartig darstellte. Das klingt nicht mal wie Altherrenmusik, das ist echt fade und langweilig. Schade, denn ich bin Ringo-Fan und freue mich seit langem auf seine neue Scheibe, dieser Song jedoch ist wirklich ein Rohrkrepierer. Vielleicht wirds ja noch was mit dem von Hudson angekündigten Versuch, Ringo zu einer CD mit übrig gebliebenen Songs zu überreden.

    • admin sagt:

      Moin Wolfgang,

      Bashing liegt mir generell fern. Egal, ob es Ringo, Paul, Yoko (die drei sind ja immer in schöner Regelmäßigkeit „dran“) oder sonstwer ist. Ich bin allerdings der Meinung, dass man auch nichts schönreden sollte. Ringo ist ein enzigartiger Schlagzeuger und war unglaublich wichtig für die Beatles, aber als Solist sollte er sich wirklich nicht überschätzen. Da hilft auch der „Das ist eben Ringo, da darf man nicht zu viel erwarten“-Bonus nichts. Auch von Mark Hudson würde ich jetzt nicht Wunderdinge erwarten. Diese Zusammenarbeit hatte sich am Ende auch ein wenig abgenutzt. Ringo bräuchte – ich kann’s nur wiederholen – einen astreinen unabhängigen Produzenten und kongeniales Songmaterial. Sonst wird der Schuss immer wieder nach hinten losgehen. Und irgendwann freut man sich dann nicht mehr auf ein neues Ringo-Album, sondern fürchtet sich davor. Noch ist es bei mir nicht ganz soweit.

      Viele Grüße,
      Ansgar

      • Wolfgang Hofer sagt:

        Ansgar, du hast es treffend beschrieben und ich würde mich persönlich sehr freuen, wenn Ringo sich mit guten Songwritern zusammentäte und einen guten Produzenten wählen würde (z. B. Jeff Lynne), um mal wieder ein richtiges Hammeralbum (Vertical Man war für mich so eines, allerdings hat mir auch Time Takes Time sehr gut gefallen) herauszubringen. Da Ringo aber wohl mehr Spaß hat, es in dieser Weise zu machen, sind dies wohl eher Träume von uns. Ich finde auf seinen aktuellen Alben hatte er immer mal 2 – 3 Songs, die richtige Klasse hatten, aber das ist natürlich zu wenig für ein ganzes Album. Ich glaube, dass ihm insgesamt das Touren mehr Spaß macht als die Studioarbeit, aber mal sehen, vielleicht überrascht er uns ja noch mit einem tollen Alterswerk. Bis dahin kann man sich zumindest ein bisschen auf das neue Album freuen. Ich denke, es wird sich ohnehin um die einzige Neu-VÖ in diesem Jahr von einem Beatle handeln. George‘ Erben lassen uns weiter auf Early Takes II warten, John Lennons Schätze sind wohl alle ausgegraben und Paul bringt wohl maximal 2 seiner Boxen mit altem Material und ein paar Spezialgeschichten…

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