{"id":435,"date":"2014-01-30T21:05:12","date_gmt":"2014-01-30T21:05:12","guid":{"rendered":"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=435"},"modified":"2014-03-03T14:55:14","modified_gmt":"2014-03-03T14:55:14","slug":"2009-let-it-roll","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=435","title":{"rendered":"2009 &#8211; &#8222;Let It Roll&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 342px; height: 300px;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/letitroll.jpg\" \/><\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Let It Roll &#8211; Songs By George Harrison<\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ver\u00f6ffentlicht: 12. Juni 2009<br \/>\n<strong>LP: Keine Ver\u00f6ffentlichung<\/strong><br \/>\nCD: EMI\/Capitol Parlophone 5 099996 501924<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Titel:<\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong>Got My Mind Set On You \/ Give Me Love (Give Me Peace On Earth) \/ Ballad Of Sir Frankie Crisp (Let It Roll) \/ My Sweet Lord \/ While My Guitar Gently Weeps (Live) \/ All Things Must Pass \/ Any Road \/ This Is Love \/ All Those Years Ago \/ Marwa Blues \/ What Is Life \/ Rising Sun \/ When We Was Fab \/ Something (Live) \/ Blow Away \/ Cheer Down \/ Here Comes The Sun (Live) \/ I Don&#8217;t Want To Do It \/ Isn&#8217;t It A Pity<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Jahr 2009 begann zun\u00e4chst damit, dass George Harrisons Sohn Dhani mit der Ver\u00f6ffentlichung seines Deb\u00fctalbums &#8222;You Are Here&#8220; die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Zusammen mit seinem musikalischem Partner Oliver Hecks bildet er die Formation thenewno2 und absolvierte im Radio, Fernsehen und auf Konzertb\u00fchnen verschiedene Promotionauftritte. Doch fast zur gleichen Zeit stand der 2001 verstorbene Vater wieder im Mittelpunkt des medialen Interesses. Am 14. April erhielt der ehemalige Leadgitarrist der Beatles und anerkannte Solist seinen Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame. An der Zeremonie nahmen neben Olivia und Dhani Harrison auch Paul McCartney, Tom Petty, Eric Idle, Jeff Lynne, Tom Hanks und weitere Prominenz teil. Am gleichen Tag &#8211; ein Schelm, wer B\u00f6ses dabei denkt &#8211; wurde die Ver\u00f6ffentlichung einer &#8222;Let It Roll&#8220; genannten George Harrison-Retrospektive angek\u00fcndigt. Als gute zwei Wochen sp\u00e4ter die Trackliste \u00f6ffentlich wurde, l\u00f6ste diese unter den Fans eine lebhafte Debatte aus. Zwar sollte die Kompilation 19 Songs enthalten, doch Studioalben wie &#8222;Dark Horse&#8220;, &#8222;Extra Texture&#8220;, &#8222;Thirty Three &amp; 1\/3&#8220; und &#8222;Gone Troppo&#8220; blieben komplett unber\u00fccksichtigt. Statt dessen f\u00fcgte man dieser Werkschau Harrisons drei Songs zu, die in diesen Versionen zwar vom &#8222;Concert For Bangla Desh&#8220; (1971) stammten, jedoch noch zu Beatles-Zeiten verfasst und ver\u00f6ffentlicht wurden. Auch hegten nicht wenige Freunde der Musik Harrisons die Hoffnung, dass &#8222;Let It Roll&#8220; mit einem Schmankerl aus dem Rarit\u00e4ten-Archiv des Ex-Beatles veredelt werden w\u00fcrde. Doch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vorliegende CD, die offenbar nicht als Schallplatte erscheinen wird, beginnt mit dem Song, der 1987 ein fulminantes Comeback f\u00fcr George Harrison einl\u00e4utete: &#8222;Got My Mind Set On You&#8220;. Der neben &#8222;My Sweet Lord&#8220; gr\u00f6\u00dfte Hit Harrisons stammte aus der Feder von Rudy Clark, der in den fr\u00fchen 60er Jahren f\u00fcr den Souls\u00e4nger James Ray Songs schrieb. &#8222;Got My Mind Set On You&#8220; war alles andere als ein Hit, doch blieb stets im Ged\u00e4chtnis Harrisons, der wie die anderen Beatles eine Vielzahl von Songs und musikalischen Stilrichtungen aufschnappte und verinnerlichte. Erst Harrisons originelle und frisch klingende Hit-Single machte den Song f\u00fcr die breite Mehrheit bekannt und das 1987er Album &#8222;Cloud Nine&#8220; zum Megaseller. So steht es auch neben &#8222;All Things Must Pass&#8220; (f\u00fcnf Songs), &#8222;Brainwashed&#8220; und &#8222;Concert For Bangla Desh&#8220; (jeweils drei Songs) mit ebenfalls drei Titeln im Zentrum dieser Zusammenstellung. Diese 14 Kompositionen nehmen bereits gut drei Viertel des Albums ein, so dass es f\u00fcr einen \u00dcberblick aller Alben schon sehr eng wird. Doch l\u00e4sst man dieses Manko au\u00dfen vor, dann \u00fcberzeugt &#8222;Let It Roll&#8220; als harmonische Sammlung vieler Glanzlichter der musikalischen Karriere George Harrisons.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Let It Roll&#8220; stellt ungef\u00e4hr vier Jahrzehnte nach dem Beatles-Split die dritte &#8222;Best Of&#8220; George Harrisons dar. Und doch handelt es sich vom Ansatz her um drei grundverschiedene Alben. W\u00e4hrend &#8222;The Best Of George Harrison&#8220; schon 1975 erschien und zur H\u00e4fte aus dem Beatles-Material Harrisons bestand, konzentrierte sich &#8222;The Best Of Dark Horse&#8220; auf die Jahre 1976 bis 1989. Insofern kann &#8222;Let It Roll&#8220; mit Fug und Recht als erster &#8222;amtlicher&#8220; R\u00fcckblick auf George Harrisons Solo-Schaffen betrachtet werden. George Harrisons Meisterwerk &#8222;All Things Must Pass&#8220; wird v\u00f6llig zu Recht mit f\u00fcnf Titeln ber\u00fccksichtigt. Man hat sogar fast das Gef\u00fchl, dass auch ein sechster und siebter Song aus dem 1970er Album &#8211; zumindest bei einer Doppel-CD &#8211; nicht ganz unberechtigt gewesen w\u00e4re. Doch auch die beiden gro\u00dfen Single-Hits &#8222;My Sweet Lord&#8220; und &#8222;What Is Life&#8220; sowie &#8222;Isn&#8217;t It A Pity&#8220;, &#8222;All Things Must Pass&#8220; und &#8222;The Ballad Of Sir Frankie Crisp (Let It Roll)&#8220; unterstreichen \u00fcberzeugend die Bedeutung des ersten Harrison-Albums nach dem Beatles-Ende. Diese W\u00fcrdigung allein mag f\u00fcr Harrison-Novizen Beweis genug sein, \u00fcber welche Klasse George Harrison auch ohne die scheinbar \u00fcberm\u00e4chtigen Kollegen Lennon und McCartney verf\u00fcgte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Let It Roll &#8211; Songs By George Harrison&#8220; folgt keiner Chronologie. Die Lieder sind bunt gemischt und folgen einer gelungenen Dramaturgie. So f\u00e4llt es \u00fcberhaupt nicht negativ auf, wenn auf einen vergleichsweise modern klingenden Song wie &#8222;Got My Mind Set On You&#8220; ein zartes, sentimentales St\u00fcck wie &#8222;Give Me Love (Give Me Peace On Earth)&#8220; folgt. \u00dcberraschend auch der flie\u00dfende \u00dcbergang des Beatles-Tributs &#8222;When We Was Fab&#8220; (1987) in die 1971er Liveversion von &#8222;Something&#8220; &#8211; George Harrisons erste Single-A-Seite f\u00fcr die Beatles (1969).\u00a0 Aus der Sp\u00e4tphase der Beatles, die gleichzeitig Harrisons k\u00fcnstlerische Emanzipation einl\u00e4utete, stammen auch &#8222;While My Guitar Gently Weeps&#8220; (mit dem aufgrund falscher Gitarren-Wahl wenig psychedelisch klingen Clapton-Solo) und &#8222;Here Comes The Sun&#8220; &#8211; hier als sparsames Duett zweier akustischer Gitarren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ein Jahr nach Harrisons Tod erschienene Album &#8222;Brainwashed&#8220; ist durch &#8222;Rising Sun&#8220;, die an die Traveling Wilburys erinnernde Komposition &#8222;Any Road&#8220; und durch das wohl sch\u00f6nste Instrumental Harrisons &#8222;Marwa Blues&#8220; vertreten. Kurz vor und nach der Ermordung John Lennons hatte George Harrison zwei recht solide Hits: das fr\u00f6hliche &#8222;Blow Away&#8220; und das Lennon-Tribut &#8222;All Those Years Ago&#8220; &#8211; beide sind auf &#8222;Let It Roll&#8220; enthalten. Zu guter Letzt sind noch zwei Songs zu nennen, die auf keinem Harrison-Studioalbum zu finden sind. Zun\u00e4chst &#8222;Cheer Down&#8220;, eine Gemeinschaftskomposition von George Harrison und Tom Petty. Dieser Song wurde speziell f\u00fcr den Film &#8222;Lethal Weapon 2&#8220; (mit Mel Gibson und Danny Glover) geschrieben und war 1989 bereits auf &#8222;The Best Of Dark Horse&#8220; enthalten. Anders &#8222;I Don&#8217;t Want To Do It&#8220;. Hier handelt es sich um einen von Bob Dylan geschriebenen Song, der zuvor nur auf dem Soundtrack der Klamotte &#8222;Porky&#8217;s Revenge&#8220; zu finden war &#8211; insofern ein kleiner Trost f\u00fcr Harrison-Sammler, die von &#8222;Let It Roll&#8220; auch eine kleine \u00dcberraschung erwarteten. Die Betonung liegt auf &#8222;klein&#8220;, denn &#8222;Let It Roll&#8220; enth\u00e4lt leider nicht die interessantere Version mit dem Slidegitarren-Overdub, die auf einigen Promo-Singles erschien, sondern die normale &#8222;Porky&#8217;s&#8220; Soundtrack-Fassung. Der Song selbst wurde von George Harrison bereits 1970 als Demo aufgenommen. Vierzehn Jahre sp\u00e4ter lie\u00df er sich von dem befreundeten Gitarristen Dave Edmunds \u00fcberreden, einen Song f\u00fcr den Soundtrack von &#8222;Porky&#8217;s Revenge&#8220; beizusteuern. Ein eher ungew\u00f6hnliches Vehikel f\u00fcr einen Harrison-Beitrag, doch der Ex-Beatle nahm mithilfe von Jimmie Vaughan (Stevie Rays Bruder), dem renommierten Keyboarder Chuck Leavell sowie Kenny Aaronson (Bass) und Michael Shrieve (Schlagzeug) im November 1984 eine &#8222;saubere&#8220; Version des Dylan-St\u00fccks auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man mag bem\u00e4ngeln, dass drei Beatles-St\u00fccke auf einer solchen Sammlung unpassend sind. Schlie\u00dflich hie\u00df es im Pressetext, dass nun erstmals ein karriereumspannender \u00dcberblick vorl\u00e4ge. Tats\u00e4chlich h\u00e4tten in den \u00fcbersch\u00fcssigen zw\u00f6lf Minuten Spielzeit die eingangs erw\u00e4hnten vernachl\u00e4ssigten Soloalben ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Doch unter dem Strich bleibt ein gutes Album, das sich zwischen einer &#8222;Best Of &#8220; und einer &#8222;Introduction to the music of George Harrison&#8220; bewegt. Der Klang der CD ist \u00fcberzeugend (neu abgemischt durch George Martins Sohn Giles) und auch rein \u00e4u\u00dferlich hat man sich viel M\u00fche gegeben. Das Cover der aufklappbaren Papph\u00fclle zeigt ein Portr\u00e4t Harrisons aus den sp\u00e4ten 60er Jahren. Innen befindet sich ein 28-seitiges Booklet mit einem erl\u00e4uterenden langen Text des Musikers Warren Zanes (Ex-The Del Fuegos) und etlichen bisher unbekannten Fotos. Eine runde Sache, die am besten mit Tom Hanks Worten von der &#8222;Walk Of Fame&#8220;-Zeremonie beschrieben werden kann: &#8222;All things must pass, sure. But George is going to live forever.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Charts war &#8222;Let It Roll &#8211; Songs By George Harrison&#8220; in England mit einem vierten Platz recht erfolgreich. In Deutschland war allerdings Schmalhans K\u00fcchenmeister. Das Album stieg in der 27. Kalenderwoche in den offiziellen deutschen Album-Charts auf Platz 91 ein und entschwand in der folgenden Woche wieder jenseits der Top 100. Ein Umstand, der sicherlich auch auf die unzureichende Werbung durch George Harrisons Plattenfirma EMI\/Capitol zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anspieltipps:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">My Sweet Lord \/\u00a0 When We Was Fab \/ Give Me Love (Give Me Peace On Earth) \/ Blow Away \/ Isn&#8217;t It A Pity<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bewertung:<\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><big><small><small><img decoding=\"async\" alt=\"George\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/george.gif\" \/><\/small><\/small><\/big><big><small><small><img decoding=\"async\" alt=\"George\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/george.gif\" \/><\/small><\/small><\/big><big><small><small><img decoding=\"async\" alt=\"George\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/george.gif\" \/><\/small><\/small><\/big><big><small><small><img decoding=\"async\" alt=\"George\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/george.gif\" \/><\/small><\/small><\/big> <strong>+<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pressestimmen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Wenn man sich die 19 Songs dieser Best-of-Sammlung anh\u00f6rt, die alle drei Solodekaden abdecken, f\u00e4llt besonders die Sensibilit\u00e4t, fast Z\u00e4rtlichkeit dieses K\u00fcnstlers auf.&#8220;\u00a0 &#8211; kulturnews.de<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Jedes St\u00fcck auf dem Album ist ein Kn\u00fcller. Die gesamte Platte klingt durchg\u00e4ngig und fast aus einem Guss.&#8220;\u00a0 &#8211; germanbeat.info<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Let It Roll &#8211; Songs By George Harrison Ver\u00f6ffentlicht: 12. 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