{"id":387,"date":"2014-01-30T19:07:35","date_gmt":"2014-01-30T19:07:35","guid":{"rendered":"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=387"},"modified":"2014-03-03T06:54:36","modified_gmt":"2014-03-03T06:54:36","slug":"1975-rocknroll","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=387","title":{"rendered":"1975 &#8211; &#8222;Rock&#8217;n&#8217;Roll&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 300px; height: 300px;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/rocknroll.jpg\" \/><\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Rock&#8217;n&#8217;Roll<\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0 21. Februar 1975<br \/>\nLP: Apple 1C 062 &#8211; 05 834 (Deutschland)<br \/>\nCD: EMI 07243 8 74330 2 1 (Digitally remixed and remastered)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Titel:<br \/>\nBe Bop A Lula \/ Stand By Me \/ Rip It Up\/Ready Teddy (Medley) \/ You Can\u2019t Catch Me \/ Ain\u2019t That A Shame \/ Do You Wanna Dance? \/ Sweet Little Sixteen \/ Slippin\u2019 And Slidin\u2019 \/ Peggy Sue \/ Bring It On Home\/Send Me Some Loving (Medley) \/ Bony Moronie \/ Ya Ya \/ Just Because<br \/>\nBonus Tracks auf der remasterten CD: Angel Baby \/ To Know Her Is To Love Her \/ Since My Baby Left Me \/ Just Because<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach mehreren problematischen Anl\u00e4ufen (vgl. Rezension von &#8222;Walls And Bridges&#8220;) nahmen John Lennon und Phil Spector doch noch mal ernsthaft die Aufnahme des Albums mit den von Lennon favorisierten Rock&#8217;n&#8217;Roll-Oldies in Angriff. Das &#8222;Rock&#8217;n&#8217;Roll&#8220;-Projekt geht \u00fcbrigens urspr\u00fcnglich zur\u00fcck auf einen langj\u00e4hrigen Prozess, in dem der Musikverleger Morris Levy Lennon beschuldigte, den Beatles-Klassiker &#8222;Come Together&#8220; (&#8222;Abbey Road&#8220;, 1969) von Chuck Berrys &#8222;You Can&#8217;t Catch Me&#8220; abgekupfert zu haben. Levy gewann den Rechtsstreit und Lennon erkl\u00e4rte sich bereit, f\u00fcr &#8222;Rock&#8217;n&#8217;Roll&#8220; drei Songs aufzunehmen, die von Levy verlegt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie dem auch sei, Lennon lie\u00df sein &#8222;Oldies But Goldies&#8220;-Projekt wieder aufleben, obwohl er es nach dem Abbruch der Spector-Sessions 1973 eigentlich schon aufgegeben hatte. Im Oktober 1974 nahm John Lennon eine ganze Reihe weitere Rock&#8217;n&#8217;Roll-Titel auf. Die Band war identisch mit dem Musikern, die auch schon auf &#8222;Walls And Bridges&#8220; mitgewirkt hatten. Das Album wurde schlie\u00dflich fertig und bereitete dennoch \u00c4rger. Morris Levy begann, \u00fcber seinen Versandhandel eine nicht authorisierte Version des Albums unter dem Namen &#8222;Roots&#8220; auf den Markt zu bringen (die wenigen Exemplare dieses Albums erzielen heute hohe Sammlerpreise). Lennon brachte als Reaktion darauf blitzartig sein &#8222;Rock&#8217;n&#8217;Roll&#8220;-Album heraus und erwirkte eine einstweilige Verf\u00fcgung gegen &#8222;Roots&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Musik: Das Album ist tats\u00e4chlich eine Reise zur\u00fcck zu den musikalischen Wurzeln John Lennons. Analog zu seinem Versuch, w\u00e4hrend des &#8222;Lost Weekends&#8220; (vgl. &#8222;Wall And Bridges&#8220;) einen Teil unbeschwerter Jugend zur\u00fcckzuholen, beschw\u00f6rte Lennon auch musikalisch seine Anf\u00e4nge herauf. Den Gene Vincent-Klassiker &#8222;Be-Bop-A-Lula&#8220; war einer der Titel, die John Lennon sang, als Paul McCartney ihn erstmals sah, und zwar bei jener schicksalshaften Begegnung beim Gemeindefest im Liverpooler Stadtteil Woolton am 6. Juli 1957. Ein perfekter Start des Albums und sicherlich eines der Highlights. &#8222;Stand by Me&#8220; ist im Original von Ben E. King (1961), dessen Version 1986 nochmals zu gro\u00dfen Hit-Ehren kam, als der Titel im gleichnamigen Kinofilm (&#8222;Stand By Me &#8211; Geheimnis eines Sommers&#8220;)\u00a0 zu h\u00f6ren war. Lennons singt in seiner Version einfach gro\u00dfartig und auch das Arrangement ist sehr interessant, lediglich die nachl\u00e4ssige Produktion \/ Mix l\u00e4sst sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Der Song wurde als Single ausgekoppelt und erreichte als h\u00f6chste Position Platz 20 (USA).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lennon verband auf schlaue Weise zwei Little Richard-Nummern zu einem packenden Medley &#8222;Rip It Up \/ Ready Teddy&#8220;, das McCartney als pr\u00e4destiniertem Little Richard-Interpreten durchaus das Wasser reichen kann. Es folgt jene Chuck Berry-Komposition &#8222;You Can&#8217;t Catch Me&#8220;, die in ihren Strophen tats\u00e4chlich frappierende \u00c4hnlichkeiten zu &#8222;Come Together&#8220; aufweist. &#8222;Ain&#8217;t That A Shame&#8220; war 1954 der erste gro\u00dfe Hit f\u00fcr den Mann aus New Orleans mit der Brikettfrisur: Fats Domino, der sowohl auf John Lennon als auch Paul McCartney gro\u00dfen Einfluss aus\u00fcbte. Auch dies eine \u00fcberzeugende Darbietung Lennons. Etwas z\u00e4h ist dagegen der Song &#8222;Do You Want To Dance&#8220; (Bobby Freeman, 1958), dem Lennon eine Art Reggae-Gewand verpasste. Sein neben Elvis wohl gr\u00f6\u00dftes Idol &#8211; Chuck Berry &#8211; stand Pate f\u00fcr das folgende St\u00fcck &#8222;Sweet Little Sixteen&#8220;. Auch hier hat die Phil Spector-Produktion einer gelungenen Interpretation eher im Weg gestanden. Wieder aufw\u00e4rts geht es dann in &#8222;Slippin&#8216; And Slidin'&#8220;, erneut ein Little Richard-Klassiker, den auch Julian Lennon in seinen fr\u00fchen Konzerten gerne im Programm hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lennon und McCartney verehrten beide Buddy Holly. So ist es nur logisch, dass auch er den Weg auf &#8222;Rock&#8217;n&#8217;Roll&#8220; fand, und zwar in Gestalt des 1957er Hits &#8222;Peggy Sue&#8220;. Eine weitere feine Version, die Lennon hier einspielte. Danach folgt das zweite Medley des Albums, die Verbindung jeweils eines Songs von Sam Cooke und von Little Richard. Solide. Auf die Spector-Session geht auch &#8222;Bony Moronie&#8220; zur\u00fcck. Leider kann auch hier Lennons Version des Larry Williams-St\u00fccks nur verlieren. Produktionstechnisch indifferent und dargeboten mit angezogender Handbremse. Der Lee Dorsey-Hit von 1961 &#8222;Ya Ya&#8220; war bereits im &#8222;Zugabenteil&#8220; von &#8222;Walls And Bridges&#8220; zu h\u00f6ren, aber die auf &#8222;Rock&#8217;n&#8217;Roll&#8220; vertretene ernsthaftere, aber halbherzig wirkende Einspielung kann kaum \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Finale des Albums bildet &#8222;Just Because&#8220; (nicht mit dem von Elvis Presley popul\u00e4r gemachten Song zu verwechseln).\u00a0 Lennon war mit dem von Phil Spector ins Spiel gebrachten Song zun\u00e4chst nicht vertraut und war mit dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis wohl auch nicht zufrieden, denn er nahm w\u00e4hrend der zweiten Aufnahmephase (Record Plant) den Gesang neu auf. Der von der ber\u00fcchtigten &#8222;Wall Of Sound&#8220; gepr\u00e4gte, etwas langatmige Song enth\u00e4lt zum Ende hin eine interessante Passage, w\u00e4hrend der sich John Lennon von seinen H\u00f6rern verabschiedet. Heute kann man sagen einen Abschied in die zur\u00fcckgezogenen Jahre 1975-1980.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die remastertete CD, \u00fcberraschenderweise nur mit einem sp\u00e4rlichen und wenig informativen Booklet erschienen, wartet mit vier Bonus-Tracks auf: &#8222;Angel Baby&#8220; und &#8222;To Know Her Is To Love Her&#8220;, zwei unausgegorene Spector-Favoriten, von denen der Erstgenannte noch h\u00f6rbar ist. &#8222;Since My Baby Left Me&#8220; (das auf den von Arthur Cudrup geschriebenen und von Elvis Presley bekannt gemachten Titel von 1956 zur\u00fcckgeht) entstammt ebenfalls den Phil Spector-Sessions. Ein netter Abschluss der remasterten Version des Albums ist eine kurze alternative Reprise von &#8222;Just Because&#8220;, in der Lennon an seine ehemaligen Bandkollegen Paul, George und Ringo ein paar Gru\u00dfworte richtet. Ingesamt betrachtet war jedoch in dieser Schaffensphase Lennons Phil Spector, der genug Probleme mit sich selbst hatte (und hat!), der falsche Produzent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr das Covermotiv w\u00e4hlte John Lennon \u00fcbrigens passenderweise ein Foto aus der Hamburger Zeit der Beatles. Es wurde 1961 von dem gemeinsamen Freund der Band J\u00fcrgen Vollmer aufgenommen und zeigt John Lennon in den T\u00fcrrahmen der J\u00e4gerpassage in der Wohlwillstra\u00dfe 22 gelehnt. Durch die lange Belichtungszeit sieht man nur schemenhaft die Gestalten von Paul McCartney, George Harrison und Stuart Sutcliffe vorbeihuschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Album erreichte sowohl in den USA als auch in England Platz 6.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anspieltipps:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Be-Bop-A-Lula \/ Stand By Me \/ Ain&#8217;t That A Shame \/ Peggy Sue<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bewertung:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><small><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/john.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/john.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/john.gif\" \/><\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pressestimmen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Was 1974 noch wie eine gute Idee erschien, erwies sich sp\u00e4ter als Klotz am Bein. Trotzdem dr\u00fcckte er dem Album (&#8230;) seinen typischen Stempel auf&#8220;\u00a0\u00a0\u00a0 &#8211; Rolling Stone (Deutschland)<br \/>\n&#8222;Das Resultat ist eine Offenbarung. LP und fr\u00fcheres CD-Remake sind totaler klanglicher Schrott im Vergleich zur Remix \/ Remaster-Fassung. Der alte Mix klingt so unterirdisch, als w\u00e4re das alles im Gully musiziert worden und nicht in einem Tonstudio. &#8222;Personally supervised by Yoko Ono&#8220; liest man im Kleingedruckten. Und das war gut so.&#8220;\u00a0\u00a0\u00a0 &#8211; Stereo 2\/05<br \/>\n&#8222;This is the best sustained effort on John&#8217;s part since &#8218;Plastic Ono Band&#8216; &#8220;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &#8211; New Musical Express<br \/>\n&#8220; &#8218;You should have been there&#8216;, Lennon said. Few, frankly, would have fancied it.&#8220;\u00a0\u00a0\u00a0 &#8211; MOJO<br \/>\n&#8222;Rock&#8217;n&#8217;Roll captures the bladdered insanity that surrounded the singer in 1973-4&#8220;\u00a0\u00a0\u00a0 &#8211; Q Magazine<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rock&#8217;n&#8217;Roll Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0 21. 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