{"id":363,"date":"2014-01-30T18:59:11","date_gmt":"2014-01-30T18:59:11","guid":{"rendered":"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=363"},"modified":"2014-03-03T14:48:19","modified_gmt":"2014-03-03T14:48:19","slug":"1988-imagine-original-soundtrack","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=363","title":{"rendered":"1988 &#8211; &#8222;Imagine &#8211; Original Soundtrack&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 300px; height: 300px;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/imagine_ost.jpg\" \/><\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Imagine &#8211; Original Soundtrack (OST)<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><strong><\/strong><\/h1>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Music From The Original Motion Picture<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0 10. Oktober 1988<br \/>\nLP: EMI\/Parlophone 164 &#8211; 7 91321 1 (Deutschland)<br \/>\nCD: Capitol CDP 7 90803 2<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Titel:<br \/>\nReal Love \/ Twist And Shout \/ Help! \/ In My Life \/ Strawberry Fields Forever \/ A Day In The Life \/ Revolution \/ The Ballad Of John &amp; Yoko \/ Julia \/ Don&#8217;t Let Me Down \/ Give Peace A Chance \/ How? \/ Imagine (Rehearsal) \/ God \/ Mother \/ Stand By Me \/ Jealous Guy \/ Woman \/ Beautiful Boy \/ (Just Like) Starting Over \/ Imagine<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1988 war ein Jahr, in dem ein Buch \u00fcber John Lennon f\u00fcr Furore sorgte. Albert Goldman hei\u00dft der mittlerweile verstorbene amerikanische Autor, der zwar schon vorher ein &#8222;Enth\u00fcllungsbuch&#8220; \u00fcber Elvis Presley geschrieben hatte, aber mit der Ver\u00f6ffentlichung von &#8222;John Lennon &#8211; Ein Leben&#8220; (Originaltitlel: &#8222;The Lives Of John Lennon&#8220;) einen weltweiten Aufschrei bei den Medien und vor allen Dingen bei den Fans heftige Entr\u00fcstung verursachte. Goldman beschrieb Lennon als bisexuell, hoffnungslos drogenabh\u00e4ngig, schizophren, antisemitisch, p\u00e4dophil und ma\u00dfgeblich verantwortlich f\u00fcr die T\u00f6tung eines Seemanns w\u00e4hrend der Hamburg-Periode der Beatles und auch mitverantwortlich f\u00fcr den Tod seines fr\u00fcheren besten Freundes und ersten Beatles-Bassisten Stuart Sutcliffe. Die Liste lie\u00dfe sich problemlos fortf\u00fchren. Wie auch immer, die renommierte &#8222;New York Review Of Books&#8220; wetterte gegen Goldman und warf ihm nicht existente Recherche vor, der &#8222;Rolling Stone&#8220; publizierte eine Karikatur, die ein Buch zeigt mit dem Titel &#8222;Imagined &#8211; by Albert Goldman&#8220; und die irische Band U2 ver\u00f6ffentlichte auf ihrem &#8222;Rattle And Hum&#8220;-Album einen Song namens &#8222;God Part II&#8220; (als eine Fortsetzung von Lennons &#8222;God&#8220; zu verstehen), der folgende Zeilen enth\u00e4lt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Don&#8217;t believe in Goldman<br \/>\nHis type is like a curse<br \/>\nInstant Karma&#8217;s gonna get him<br \/>\nIf I don&#8217;t get him first.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst Paul McCartney, der in dem Buch in recht positivem Licht erscheint, schaltete sich damals in die Debatte ein und verurteilte Goldmans Werk. Yoko Ono, die im Buch noch schlechter als John Lennon wegkommt, antwortete ihrerseits noch im gleichen Jahr, indem sie ein filmisches Portr\u00e4t ihres Mannes in Auftrag gab, das dann am 20. April 1989 auch in die deutschen Programmkinos kam. Auf diese Weise sollte das Andenken Lennons wieder ins rechte Licht ger\u00fcckt werden &#8211; was auch ohne Zweifel gelang. Unter der Regie von Andrew Soltund dem Produzenten David L. Wolper entstand der bis heute monumentalste Dokumentarfilm \u00fcber John Lennon. Mehr als 200 Stunden Bildmaterial wurden ausgewertet, darunter Privataufnahmen wie auch von Profis erstellte Filme. So sind z.B. etliche Ausschnitte aus dem 1971er Film &#8222;Imagine&#8220; (nicht zu verwechseln mit Andrew Solts &#8222;Imagine&#8220;) enthalten, der seinerzeit mit einer Aneinanderreihung von Musikvideos das gleichnamige Erfolgsalbum Lennons bebilderte. Zu den eindrucksvollsten Passagen geh\u00f6rt sicherlich der Einblick in den Schaffensprozess der &#8222;Imagine&#8220;-LP. Dazu geh\u00f6rt, dass man in einer Szene folgendes sieht: ein leicht verwirrten Fan, der sich Zutritt zum Lennon-Grundst\u00fcck Tittenhurst Park verschaffte, wird von John Lennon auf einf\u00fchlsame Weise zur Rede gestellt. Der verst\u00f6rt wirkende junge Mann m\u00f6chte von Lennon die &#8222;Abbey Road&#8220;-Zeilen &#8222;Boy, you&#8217;re gonna carry that weight a long time&#8220; erkl\u00e4rt haben. Lennon sagt, dass dieser Song von Paul McCartney geschrieben wurde und r\u00e4t dazu, Songs nicht zu sehr mit dem eigenen Leben zu verwechseln. Da dieser Fan, durchaus eine beabsichtigte Parallele zur fatalen Begegnung Lennons mit seinem M\u00f6rder im Dezember 1980, nicht nur verst\u00f6rt, sondern aus ausgehungert aussieht, wird dieser zum gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck mit seinem Idol ins Haus gebeten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein solcher Film braucht logischerweise Musik. Der Soundtrack enth\u00e4lt nicht alle Titel, die im Film vorkommen, aber immerhin eine Sammlung von zwanzig der bekanntesten Lennon-Songs: 50% Beatles-Nummern, 50% aus der Solo-Phase. Die Auswahl der Beatles-Lieder von einfachsten St\u00fccken wie &#8222;Twist And Shout&#8220; bis zu komplexen Werken wie &#8222;A Day In The Life&#8220; zeigt, welch unglaubliche k\u00fcnstlerische Entwicklung die Beatles und damit nat\u00fcrlich auch John Lennon gemacht haben. Die auf dem Soundtrack vertretenen Songs kann man durchaus als repr\u00e4sentatives Bild des Songschreibers John Lennon bezeichnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der im Mittelpunkt stehende Song &#8222;Imagine&#8220; ist gleich in zwei Fassungen vertreten. Zun\u00e4chst durch einen kurzen Probelauf, bei dem sich Lennon selbst am Klavier begleitet um seinen Mitmusikern einen ersten Eindruck zu vermitteln, bevor es an die Aufnahme geht und schlie\u00dflich die allseits bekannte Studioaufnahme. Unver\u00f6ffentlicht war bis dahin ein sch\u00f6ner Song namens &#8222;Real Love&#8220;, der w\u00e4hrend der Er\u00f6ffnungsszene des Films erklingt. Es handelt sich hier um Take 6 eines Demos auf akustischer Gitarre, das Lennon h\u00f6chstwahrscheinlich w\u00e4hrend des Bermuda-Urlaubs 1980 aufnahm. Diese Komposition, die in einem fr\u00fchen Stadium &#8222;Girls And Boys&#8220; hie\u00df, gab Yoko Ono Jahre sp\u00e4ter in einer Piano-Demoversion an Paul McCartney weiter, damit dieser den Song, komplettiert durch George Harrison und Ringo Starr, f\u00fcr die Beatles-&#8222;Anthology&#8220; (1995-96) zu einem Beatles &#8222;Original&#8220; machen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Imagine &#8211; Music From The Original Motion Picture&#8220; ist eine h\u00f6renswerte Zusammenstellung von Lennon-Songs als Beatle und als Solist. Dennoch muss sie sich unter den zahlreichen Lennon-Samplern der &#8222;Working Class Hero&#8220;-Compilation (2005) geschlagen geben. Der Film zum Soundtrack ist zugegebenerma\u00dfen ein Blick durch Yoko Onos Brille, doch trotz aller R\u00fchrseligkeit bleibt er ein h\u00f6chstinteressantes Dokument Zeit- und Kulturgeschichte, das Lennon auch in all seiner Ambivalenz zeigt. Etwas unpassend erscheint lediglich der in der Mordnacht angesiedelte Schluss: In einer nachgestellten Szene sieht man Lennons blutbeschmierte Brille in Zeitlupe durch die Luft fliegen und auf dem Boden zerschellen. Nach aller Authentizit\u00e4t, durch die der Film gepr\u00e4gt ist (es gibt keinen Kommentator: Neben O-T\u00f6nen von Yoko Ono, Sean Ono Lennon, Cynthia und Julian Lennon u.a. erz\u00e4hlt John Lennon in einer Montage aus diversen Interviews seine Geschichte selbst), wirkt dies aufgesetzt und deplatziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anspieltipps:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Uneingeschr\u00e4nkt empfehlenswert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bewertung:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><big><small><small><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/john.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/john.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/john.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/john.gif\" \/><\/small><\/small><\/big><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pressestimmen:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Imagine &#8211; Original Soundtrack (OST) Music From The Original Motion Picture Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0 10. 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