{"id":3460,"date":"2017-10-21T14:46:12","date_gmt":"2017-10-21T14:46:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=3460"},"modified":"2017-10-22T06:46:36","modified_gmt":"2017-10-22T06:46:36","slug":"yesterday-heute-paul-mccartney","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=3460","title":{"rendered":"YESTERDAY &#038; Heute: Paul McCartney"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/01_Yesterday-und_Heute.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3467 size-full\" src=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/01_Yesterday-und_Heute.jpg\" alt=\"\" width=\"1010\" height=\"755\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/01_Yesterday-und_Heute.jpg 1010w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/01_Yesterday-und_Heute-300x224.jpg 300w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/01_Yesterday-und_Heute-768x574.jpg 768w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/01_Yesterday-und_Heute-600x449.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1010px) 100vw, 1010px\" \/><\/a><\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney<br \/>\n<\/strong><\/h1>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Eine Hommage in Songs, Worten und Bildern<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Volker Rebell &amp; Freunde<br \/>\n(The Lonely Hearts Club Band, The Beatles Revival Band, The Batles, Paul Vincent, Matthias Frey)<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Erstver\u00f6ffentlichung: 6. Juni 2017<br \/>\nH\u00f6rbuch mit 5 CDs (42 Songs, Gesamtspielzeit 6 Stunden und 20 Minuten)<br \/>\nLesebuch (272 Seiten)<br \/>\nDiskographiebuch (420 Seiten)<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\nCover Artwork: Klaus Voormann<\/strong><br \/>\n<strong>Text: Volker Rebell<br \/>\nMusik: The Lonely Hearts Club Band, The Batles, Paul Vincent &amp; Band, Matthias Frey &amp; Volker Rebell, The Beatles Revival Band &amp; Orchestra<br \/>\nSprecher: Werner Reinke, Moritz Stoepel, Volker Rebell<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>ISBN: 978-3-9815456-0-9<\/strong><br \/>\n<strong>Preis: 119,80 \u20ac<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nicht \u00fcberliefert, was am 18. Juni 2017 anl\u00e4sslich seines 75. Geburtstages auf Paul McCartneys Gabentisch gelegen hat. Doch w\u00e4re dieses umfangreiche multimediale Box-Set dort platziert gewesen, dann h\u00e4tte man mit Fug und Recht von einem w\u00fcrdigen Geschenk sprechen k\u00f6nnen. Aber ob es dem Ex-Beatle rundum gefallen w\u00fcrde? Auch das wei\u00df man nicht. Doch eines ist klar und somit schon das vorweggenommene Fazit: &#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; w\u00fcrdigt zwar den fr\u00fcheren Beatle und heute noch erfolgreich aktiven K\u00fcnstler als Ausnahmeerscheinung der Musikwelt, spart allerdings auch nicht mit Kritik. Im Gegenteil: Wenn das letzte Lob noch nicht ganz verklungen ist, folgt oftmals schon der n\u00e4chste kritische Blickwinkel. Jeder potenziell an dieser Ver\u00f6ffentlichung interessierte Fan muss bereit sein, dies auszuhalten. Doch eines nach dem anderen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gen\u00fcssliche \u00d6ffnen und and\u00e4chtige Pr\u00e4sentieren einer aufwendigen, neu erschienenen Publikation wird heutzutage auf YouTube mit sogenannten Unboxing-Videos zelebriert. Auch &#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; w\u00fcrde sich durchaus daf\u00fcr eignen. Stolze 119,80 Euro sind f\u00e4llig, wenn man sich dieses ehrgeizige Werk zulegen m\u00f6chte. Wenn auch f\u00fcr so manche Zeitgenossen an dieser Stelle eine Schmerzgrenze \u00fcberschritten sein mag, so bekommt man doch eine ganze Menge geboten. Aus dem hochformatigen, stabilen Schuber sch\u00e4len sich die drei Bestandteile. Da ist zun\u00e4chst eine nach links und rechts aufklappbare Faltbox, die die f\u00fcnf H\u00f6rbuch-CDs und ein entsprechend eingeheftetes Booklet aufnimmt. Auf 31 Seiten finden sich neben genauen Angaben zum Inhalt der CDs ein einf\u00fchrendes Vorwort und informative Portr\u00e4ts aller Mitwirkenden dieser Ver\u00f6ffentlichung. Volker Rebell, seines Zeichens beliebter Moderator und Autor beim Hessischen Rundfunk und Verfasser des empfehlenswerten Beatles-Buches &#8222;Die Beatles 1968 &#8211; Das Wei\u00dfe Album&#8220; (2008) kann bei &#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; in der Tat auf viele unterst\u00fctzende Freunde z\u00e4hlen. Der prominenteste Mitstreiter ist hierbei Klaus Voormann, der f\u00fcr dieses Box-Set eine abgewandelte Illustration seines legend\u00e4ren &#8222;Revolver&#8220;-Covermotivs gestaltete. Vervollst\u00e4ndigt wird das Box-Set durch zwei B\u00fccher. Rund 700 Seiten verteilen sich auf ein Lesebuch und eine Diskografie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das in zwei Abschnitte aufgeteilte Lesebuch ist interessant strukturiert, da es keiner Chronologie folgt. Nat\u00fcrlich gibt es aber auch hier eine Einf\u00fchrung, und bereits diese tr\u00e4gt eine \u00dcberschrift, die &#8211; sofern man sich dann auf Rebells kritischen Ansatz eingestellt hat &#8211; durchaus schon als Provokation interpretiert werden kann: &#8222;Paul als der Gr\u00f6\u00dfte&#8220;, gefolgt von Untertiteln wie &#8222;Mamas Lieblingsschwiegersohn, everybody&#8217;s darling, Haferschleimbubi oder ernstzunehmender K\u00fcnstler?&#8220;, &#8222;Wie eitel ist er?&#8220; oder auch &#8222;Der nette Paul, ein herrschs\u00fcchtiges Ekel?&#8220;. Hier wird m\u00e4chtig aufgefahren, aber es ist nicht wirklich weit hergeholt. Es gibt kaum einen Superstar, der wie Paul McCartney in der \u00d6ffentlichkeit so vielen Vorurteilen ausgesetzt ist. Manchmal selbst verschuldet, aber oft auch sehr pauschal und unbegr\u00fcndet (&#8222;Paul-Bashing &#8211; beliebte Kritikerbesch\u00e4ftigung in den Siebzigern&#8220;). Dies vergisst Volker Rebell bei aller Kritik nicht zu betonen. Es folgen 32 Kapitel, die stets mit &#8222;Paul und &#8230;&#8220; sowie &#8222;Paul als &#8230;&#8220; betitelt sind. Hier werden die unterschiedlichsten Aspekte beleuchtet, die die Pers\u00f6nlichkeit Paul McCartneys ausmachen: Sein Verh\u00e4ltnis zu den anderen (Ex-)Beatles, zu Kollaborateuren wie Denny Laine, Elvis Costello oder Youth, seine Frauen, seine F\u00e4higkeiten als Songschreiber und Instrumentalist, seine breit gef\u00e4cherte kreative Palette (Pop- &amp; Rock, Literatur, Kunst, Film, Klassik) sowie seine charakterlichen Schwachstellen (&#8222;Paul der Dominator&#8220;, &#8222;Paul und die eitle Selbstbezogenheit&#8220;, &#8222;Paul und Kritik&#8220; usw.). Es gibt sogar ein gesondertes Kapitel, das Paul McCartneys Begeisterung f\u00fcr die Hanfpflanze behandelt. Gerade dieser Punkt taucht im Leseuch und auch im H\u00f6rbuch ausgesprochen oft auf. Der kiffende Paul hier, der kiffende Paul da. Superkiffer Paul (und Linda). Hier hat es der Autor vielleicht etwas \u00fcberzogen. Im zweiten Teil enth\u00e4lt das Lesebuch eine erweiterte Fassung des H\u00f6rbuch-Textes. Auf diesen knapp 100 Seiten geht Rebell konkreter auf bestimmte Songs ein, die auf den H\u00f6rbuch-CDs in unterschiedlichen Interpretationen vertreten sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Diskographie kommt auf \u00fcber 400 Seiten, und selbst die reichen Volker Rebell nicht aus, um Paul McCartney angemessen zu w\u00fcrdigen. Dieses Buch l\u00e4sst daher auch schon auf dem Umschlag erkennen, dass es sich um Teil 1 handelt. Demenstprechend endet dieser Teil im Jahr 1990 mit dem Album &#8222;Tripping The Live Fantastic&#8220;. Gleichzeitig gibt es mit der Leseprobe zum &#8222;Daumier&#8217;s Law&#8220;-Soundtrack schon einen Ausblick auf den zweiten Teil der Diskographie, der 2018 erscheinen und auch alle Aufnahmen von 1990 bis dahin ber\u00fccksichtigen soll. Dies ist sicherlich auch noch davon abh\u00e4ngig, wann genau Paul McCartneys n\u00e4chstes Studioalbum erscheint, mit dem ebenfalls 2018 gerechnet wird. Damit aber nicht genug: 2018 soll dar\u00fcber hinaus noch ein vergleichbares John Lennon-Mediabook publiziert werden. Auch darauf wird hingewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste Teil der Paul McCartney-Diskographie l\u00e4sst von &#8222;Family Way&#8220; bis &#8222;Tripping The Live Fantastic&#8220; nichts aus. Sogar Bootlegs wie &#8222;The Backyard Tapes&#8220;, &#8222;War &amp; Peace&#8220;, &#8222;Cold Cuts&#8220;, Various Artists-Alben (wie z.B. die Concerts for the People of Kampuchea- oder Knebworth 1990-Konzertmitschnitte) und auch Promos (&#8222;Rocks&#8220;) runden das Gesamtbild ab. Die Singles und Alben werden in vielerlei Hinsicht kompetent besprochen und bewertet. Nat\u00fcrlich subjektiv (wie sollte es auch anders sein), aber stets auf guter Recherche fu\u00dfend. Nur ganz selten mogeln sich Fehlinformationen in den Text, so zum Beispiel in der Besprechung des &#8222;Venus And Mars&#8220;-Albums. Hier beschreibt der Autor, dass sich Paul McCartney und George Harrison bei der Party zum Abschluss der Wings-Aufnahmen zum ersten Mal seit dem Ende der Beatles wiedersahen. Dies war wohl das erste \u00f6ffentliche Wiedersehen, doch sicherlich nicht das erste \u00fcberhaupt. So trafen sie zumindest schon am 19. Dezember 1974 zur Unterzeichung der Beendigung der vertraglichen Partnerschaft der ehemaligen Beatles zusammen (Martin Scorseses Harrison-Dokumentation &#8222;Living In The Material World&#8220; zeigt sogar Filmaufnahmen davon). Doch dies sind nur Kleinigkeiten, die die durchg\u00e4ngig hohe Qualit\u00e4t nicht effektiv beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/02_Yesterday-und_Heute.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3466 size-full\" src=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/02_Yesterday-und_Heute.jpg\" alt=\"\" width=\"1010\" height=\"678\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/02_Yesterday-und_Heute.jpg 1010w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/02_Yesterday-und_Heute-300x201.jpg 300w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/02_Yesterday-und_Heute-768x516.jpg 768w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/02_Yesterday-und_Heute-600x403.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1010px) 100vw, 1010px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In gut sechseinhalb Stunden fasst das H\u00f6rbuch mit seinen f\u00fcnf CDs das Leben und Werk McCartneys zusammen. Dass Volker Rebell auch hier nicht chronologisch, sondern nach unterschiedlichen Themen und Aspekten vorgeht, macht das H\u00f6rbuch spannend und abwechslungsreich. Wie auch beim gedruckten Wort wechseln sich Lobpreisungen und scharfe Kritik ab. Gleich zu Beginn verk\u00fcndet Volker Rebell, dass &#8222;wir<em> [McCartney]<\/em> mit diesem H\u00f6rbuch feiern wollen&#8220;, um nur wenig sp\u00e4ter \u00fcber &#8222;Listen To What The Man Said&#8220; zu sagen, dass dies ein Song sei, &#8222;den wir besser nicht h\u00f6ren&#8220;. &#8222;Dance Tonight&#8220; sei dar\u00fcber hinaus &#8222;vorsichtig angemerkt an Beschr\u00e4nktheit und Schlichtheit in der Harmonik, Melodik und Textlogik kaum zu unterbieten&#8220;. Doch ausgerechnet Songs wie &#8222;Ob-La-Di, Ob-Ob-La-Da&#8220; oder &#8222;Dance Tonight&#8220; haben sich Rebell und seine Mitstreiter als musikalisches Begleitmaterial des H\u00f6rbuchs ausgesucht. Hier w\u00e4re etwas mehr Mut zu unbekannteren Perlen in McCartneys Oevre gut gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben der kritischen Grundhaltung kann die im H\u00f6rbuch enthaltene Musik unter Umst\u00e4nden f\u00fcr interessierte McCartney-Fans ein Reizthema darstellen. 43 Songs sind zu h\u00f6ren, allerdings kein einziger in Originalaufnahme. Auch das muss man gewisserma\u00dfen aushalten und auch Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr aufbringen, dass es rechtlich nicht m\u00f6glich ist, eine solche Masse an Originalsongs zur Verf\u00fcgung gestellt zu bekommen. Der Autor beabsichtigt, mit den Coverversionen besondere Nuancen, St\u00e4rken oder bestimmte Charakteristika der Kompositionen herauszuarbeiten und zu veranschaulichen. Dies gelingt unterschiedlich gut. Am originalgetreuesten werden die Songs von der Lonely Hearts Club Band dargeboten. Das ist teilweise beeindruckend, aber manchmal etwas zu brav. Forscher und moderner gehen The Batles zu Werke. Ihre kernigen Darbietungen\u00a0 von &#8222;Highway&#8220; oder auch das verbl\u00fcffend hart rockende &#8222;Hope of Deliverance&#8220; lassen aufhorchen. Am originellsten sind die Songs in der Interpretation von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_Vincent\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Paul Vincent<\/a>, der &#8222;Things We Said Today&#8220; in der Art von &#8222;Sixteen Tons&#8220; bzw. &#8222;Fever&#8220; singt oder &#8222;I Saw Her Standing There&#8220; als schmachtenden Tango mit &#8222;Besame Mucho&#8220;-Intro. Es ist ein schwieriges Thema, aber vielleicht w\u00e4ren ausnahmslos eigenst\u00e4ndige Interpretationen (auch die zwei Coverversionen von Matthias Frey und Volker Rebell geh\u00f6ren dazu) eine \u00fcberzeugendere L\u00f6sung gewesen. Nicht alle (Hardcore-)Fans, die f\u00fcr &#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; 120 Euro ausgeben, werden von 1:1-Interpretationen begeistert sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch das H\u00f6rbuch enth\u00e4lt ein paar Recherche-Fehler. Auff\u00e4llig ist beispielsweise das falsche Todesdatum Linda McCartneys und das auch in den sozialen Netzwerken immer wieder auftauchende angebliche Lennon-Zitat <a href=\"https:\/\/www.beatlesbible.com\/forum\/john-lennon\/ringo-isnt-even-the-best-drummer-in-the-band\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Ringo wasn&#8217;t even the best drummer in The Beatles&#8220;<\/a>. Beatles-Chronist Mark Lewisohn hat l\u00e4ngst nachgewiesen, dass John Lennon diesen Satz niemals \u00e4u\u00dferte. Wenn \u00fcber dieses Mediabook gesprochen wird, sollte auf keinen Fall vers\u00e4umt werden, dass es nicht nur um Hintergrundinformationen oder Textanalyse (hier wird gelegentlich etwas \u00fcberinterpretiert) der jeweiligen Aufnahme geht, sondern auch um musiktheoretische Ausf\u00fchrungen. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn Volker Rebell spielte schon in den Sechziger Jahren in seiner hessischen Heimat in einer Rockband.\u00a0 Viele Songs in &#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; werden auf ihre Akkordstruktur und Harmonik hin untersucht. Manche Leser\/H\u00f6rer werden daher von Passagen wie &#8222;Erweiterte Kadenzharmonik&#8220; (&#8222;I Will&#8220;), dem &#8222;\u00fcberraschenden cis-Moll Septimenakkord beim \u00dcbergang&#8220; (Jet&#8220;) oder auch &#8211; nicht explizit musiktheoretisch &#8211; von &#8222;Emphase und Katharse&#8220; <em>(besser: Katharsis, Anm. d. Verf.)<\/em>\u00a0 (&#8222;Hey Jude&#8220;) m\u00f6glicherweise \u00fcberfordert sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu kurz kommt die gegenw\u00e4rtige Rezeption von Paul McCartneys Werk. Was fr\u00fcher zum o.g. McCartney-Bashing f\u00fchrte, wird heute oftmals ganz anders, viel positiver beurteilt. Exemplarisch seien hier die Alben &#8222;McCartney&#8220;, &#8222;Ram&#8220; und &#8222;McCartney II&#8220; genannt. Volker Rebell beschr\u00e4nkt sich vorwiegend auf die zeitgen\u00f6ssische Kritik. W\u00f6rtlich h\u00e4lt er fest, dass &#8222;McCartney also Mitte der Siebziger Jahre von Erfolg zu Erfolg eilte, allerdings vornehmlich in kommerzieller Hinsicht&#8220; und dass &#8222;Fachleute (&#8230;) als einziges auch k\u00fcnstlerisch \u00fcberzeugendes Album nur das Nr. 1-Album Band On The Run vom Dezember 1973 sehen&#8220;. Dies wird mittlerweile ganz und gar nicht mehr so betrachtet. Wenn Rebell ein bisschen zu oft auf McCartneys &#8222;Hang zu Kitsch bzw. Romantik&#8220; herumreitet und sogar von &#8222;Schwachsinnsliedern&#8220; (&#8222;All Together Now&#8220;) oder dem &#8222;Harrison-Langweiler &#8218;Blue Jay Way'&#8220; spricht, ist dies gewiss eine in ihrer Auspr\u00e4gung subjektive Sichtweise. Vom Grundsatz her ist vieles jedoch nicht falsch und meistens gelingt es dem Autor auch, die negativen Aspekte wieder zu relativieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob man 120 Euro f\u00fcr &#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; hinbl\u00e4ttern m\u00f6chte, muss jeder f\u00fcr sich entscheiden. Ein derartiger Betrag kommt allerdings schnell zusammen, wenn man an die teuren Studiokosten f\u00fcr die Produktion der 43 Songs, GEMA-Geb\u00fchren, Herstellungskosten, Klaus Voormanns Honorar und viele andere Aspekte denkt, mit denen sich die Major-Labels oder entsprechende Verlage nicht in der Form herumschlagen m\u00fcssen. Fazit: &#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; ist eine beispiellose Ver\u00f6ffentlichung, die es so auf dem deutschsprachigen Markt noch nicht gegeben hat. Es w\u00e4re fatal, w\u00fcrde das Werk des gr\u00f6\u00dfen noch lebenden Komponisten des 20. Jahrhunderts nur durch eine unkritische Fanbrille betrachtet werden. Volker Rebell tut dies gl\u00fccklicherweise nicht. Man mag \u00fcber diese oder jene Sichtweise unterschiedlicher Meinung sein, aber unterm Strich ist &#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; eine gut recherchierte, kritische, kurzweilige und unglaublich viele Facetten abdeckende respektvolle Hommage. A labour of love. <strong>ex-beatles.de<\/strong> zieht den Hut!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney&#8220; ist \u00fcber den Buchhandel oder auch direkt \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.volker-rebell.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Volker Rebell<\/a> zu beziehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>YESTERDAY &amp; Heute: Paul McCartney Eine Hommage in Songs, Worten und Bildern Volker Rebell &amp; Freunde (The Lonely Hearts Club Band, The Beatles Revival Band, The Batles, Paul Vincent, Matthias Frey) Erstver\u00f6ffentlichung: 6. 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