{"id":318,"date":"2014-01-30T18:09:49","date_gmt":"2014-01-30T18:09:49","guid":{"rendered":"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=318"},"modified":"2014-03-03T06:48:32","modified_gmt":"2014-03-03T06:48:32","slug":"1970-mccartney","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=318","title":{"rendered":"1970 &#8211; &#8222;McCartney&#8220;"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 300px; height: 300px;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/mccartney.jpg\" \/><big><big><big><big><strong><small><\/small><\/strong><\/big><\/big><\/big><\/big><\/h2>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>McCartney<\/strong><\/h1>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><strong>Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0 17. April 1970<br \/>\nLP: Apple 1C 062 &#8211; 04394 (Deutschland)<br \/>\nCD: EMI 0777 7 89239 2 3 (Digitally Remastered)<\/strong><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Titel:<br \/>\n<\/strong><strong>The Lovely Linda \/ That Would Be Something \/ Valentine Day \/ Every Night \/ Hot As Sun\/Glasses \/ Junk \/ Man We Was Lonely \/ Oo You \/ Momma Miss America \/ Teddy Boy \/ Singalong Junk \/ Maybe I&#8217;m Amazed \/ Kreen-Akrore<\/strong><\/em><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon eine Woche nach seiner Bekanntgabe der Beatles-Trennung ging Paul McCartney mit seinem ersten regul\u00e4ren Soloabum an den Start. Welche Au\u00dfenwirkung ruft so etwas hervor? Nun, keine gute. Man k\u00f6nnte sogar mutma\u00dfen, dass dies die ersten Antipathien gegen Paul McCartney sch\u00fcrte (der heute ja immer noch in den Sympathien weit hinter John Lennon liegt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paul McCartney war h\u00f6chstwahrscheinlich wie auch seine drei Kollegen nicht wenig genervt davon, wie sie, die Beatles, zumindest bis zum Ende ihrer Konzert-Karriere von der Presse behandelt wurden. Ewig die gleichen Fragen und kaum jemand schien sich wirklich f\u00fcr die Musik der Gruppe zu interessieren. Auch war ihm klar, dass man gerade ihm, der die Trennung der in aller Welt innig geliebten Band besiegelte, buchst\u00e4blich die T\u00fcr einrennen w\u00fcrde. Zudem kam &#8222;McCartney&#8220; der Ver\u00f6ffentlichung der letzten (aber bereits vor &#8222;Abbey Road&#8220; aufgenommenen) LP &#8222;Let It Be&#8220; in die Quere. Damit brachte er auch seine Bandkollegen auf die Palme. Doch das ist eine andere Geschichte. So formulierte Paul bzw. der Pressemann der Beatles, Derek Taylor, kurzerhand selbst einen f\u00fcr die schreibende Zunft, und damit f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit gedachten Frage- und Antwortbogen. Dieser wurde den Promotionexemplaren seines Albums beigelegt. Er thematisierte die Trennung der Band, die wenig rosigen Perspektiven f\u00fcr eine weitere Zusammenarbeit sowie nat\u00fcrlich sein Soloalbum. McCartney umging damit zwar l\u00e4stige Pressekonferenzen, doch war damit auch nicht aller Sorgen entledigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn: Was konnte man von dem Mann erwarten, der der Welt Songs geschenkt hat wie &#8222;Yesterday&#8220;, &#8222;Here, There And Everywhere&#8220;, &#8222;Penny Lane&#8220;, &#8222;Hey Jude&#8220; oder &#8222;Let It Be&#8220;? Von dem Mann, der auch Songs schrieb und sang, die rockten\u00a0 wie der Teufel: &#8222;I Saw her Standing There&#8220;, &#8222;I&#8217;m Down&#8220;, &#8222;Back In The U.S.S.R.&#8220;, &#8222;Helter Skelter&#8220; oder &#8222;I&#8217;ve Got A Feeling&#8220;? Von dem Mann, der die treibende Kraft war hinter Alben wie &#8222;Sgt. Pepper&#8217;s Lonely Hearts Club Band&#8220; oder &#8222;Abbey Road&#8220;? Doch nichts anderes als einen Reigen weiterer unsterblicher Meisterwerke. Doch &#8222;McCartney&#8220; wurde zu gro\u00dfen Teilen verrissen. Warum?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus keinem anderen Grund als den der falschen Erwartungen (\u00e4hnlich der Entt\u00e4uschung vieler \u00fcber &#8222;neue&#8220; Beatles-Songs f\u00fcr die &#8222;Anthology&#8220; Anno 1995\/96). McCartney legte es gar nicht darauf an, an das Niveau der Beatles nahtlos anzuschlie\u00dfen oder gar zu toppen. Was er schlie\u00dflich auf den Markt brachte, war im Grunde nichts anderes als eine Sammlung besserer Demos, die allerdings zumindest zwei St\u00fccke enthielten, die alles \u00fcberragten und zweifelsohne auch auf zuk\u00fcnftigen Beatles-Alben w\u00fcrdige Vertreter des au\u00dfergew\u00f6hnlichen Songschreiber-Talents Paul McCartneys gewesen w\u00e4ren: &#8222;Junk&#8220; und der vielleicht beste Solo-Song McCartneys \u00fcberhaupt: &#8222;Maybe I&#8217;m Amazed&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Entstehung: Die Songs nahm Paul McCartney zwischen Dezember 1969 und Februar 1970 an drei Orten auf: in seinem eigenen Heimstudio in der Londoner Cavendish Avenue (dieses Haus nahe der Abbey Road bewohnt er immer noch &#8211; sofern er sich in London aufh\u00e4lt), in den Morgan Studios und schlie\u00dflich in den Abbey Road Studios. Er verwendete hier \u00fcbrigens ein Pseudonym: Billy Martin. Ein vertrautes Umfeld ist Paul McCartney stets wichtig und so verwundert es nicht, dass er gerade diese Orte ausw\u00e4hlte. Den Gro\u00dfteil nahm Paul in seinem Heimstudio mit einer Studer Vierspur-Maschine auf. Alle Instrumente spielte er im Alleingang ein. Nur minimale gesangliche Unterst\u00fctzung kam von seiner Frau Linda.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;McCartney&#8220; enth\u00e4lt u.a. mit &#8222;Junk&#8220; und &#8222;Teddy Boy&#8220; einige Songs, die zwar zwischen 1968 und 1969 geschrieben, aber nie richtig von den Beatles aufgenommen wurden. In erster Linie wollte Paul McCartney ausprobieren, was er selbst mit seinen Songs oder Songfragmenten anstellen k\u00f6nnte. Eine &#8222;saubere&#8220; Produktion schwebte ihm eigentlich nicht vor. So wurden die Mikrophone in Ermangelung eines Mischpultes direkt an das Vierspurger\u00e4t angeschlossen. Erst sp\u00e4ter entschied sich McCartney, diese Aufnahmen zu seiner ersten richtigen Solo-LP werden zu lassen. Doch es blieben wenig ausgefeilte Songs und Spielereien, die manchmal sogar ein wenig albern und substanzlos wirken. Ungeachtet der Verrisse erreichte &#8222;McCartney&#8220; die Spitzenposition der Album-Charts. Heute wird dieser Platte mit mehr Wohlwollen begegnet. Man sch\u00e4tzt die direkte, intime One-Man-Show.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Album beginnt mit einem melodischen Leichtgewicht. Gerade mal 47 Sekunden w\u00e4hrt dieses unbek\u00fcmmerte Liebeslied an die &#8222;liebliche Linda mit den lieblichen Blumen in ihrem Haar&#8220;. Ein privates Kleinod, das gar nichts Besonderes sein will und trotzdem den Weg auf das McCartney-Deb\u00fctalbum fand. Manchmal reichen Paul McCartney eine oder zwei Textzeilen, um daraus einen Song zu machen (so z.B. geschehen auf dem Wei\u00dfen Album der Beatles mit &#8222;Why Don&#8217;t We Do It In The Road&#8220;). Bei der bluesigen Nummer &#8222;That Would Be Something&#8220; ist das genauso. 21 Jahre sp\u00e4ter grub Paul McCartney dieses nicht uninteressante St\u00fcck anl\u00e4sslich seines MTV &#8222;Unplugged&#8220;-Konzertes wieder aus. Der britische Bluesboom Ende der Sechziger Jahre ist sicher nicht spurlos an Paul McCartney vorbeigegangen. So k\u00f6nnte man meinen, er pr\u00e4sentiert er sich als Epigone des Alvin Lee-Stils in dem Instrumental &#8222;Valentine Day&#8220;. Schon eindrucksvoll, wie er (insbesondere ab 1:20 Min.) seine F\u00e4higkeiten als Sologitarrist aufblitzen l\u00e4sst &#8211; ohne allerdings je die Ausdruckskraft eines Alvin Lee, eines Eric Clapton oder eines Peter Green zu erreichen. &#8222;Every Night&#8220; ist eine sch\u00f6ne und durcharrangierte Ballade, die bereits von den Beatles im ber\u00fcchtgten Januar des Jahres 1969 geprobt, aber nicht weiterverfolgt wurde. Zu einer ersten Auff\u00fchrung in Konzerten kam es 1979 w\u00e4hrend der letzten Wings-Tournee. Seitdem findet sich &#8222;Every Night&#8220; immer mal wieder im Live-Repertoire McCartneys.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ger\u00fcchten zufolge soll &#8222;Hot As Sun&#8220; &#8211; ein exotisch anmutendes, bereits Ende der 50er Jahre geschriebenes St\u00fcck &#8211; der geplante Titelsong des sp\u00e4teren Beatles-Albums &#8222;Let It Be&#8220; gewesen sein. Auch dieses harmlose Instrumental wurde von der Band zwar angespielt, doch ebenso links liegen gelassen. Eine weise Entscheidung. Umso \u00fcberraschender ist es, dass im Rahmen der bereits erw\u00e4hnten Wings-Tour von 1979 auch &#8222;Hot As Sun&#8220; gespielt wurde. Weitaus interessanter ist der nahtlose \u00dcbergang zu &#8222;Glasses&#8220;. Durch das Reiben \u00fcber den Rand von unterschiedlich gef\u00fcllten Weingl\u00e4sern erzeugte McCartney eine Tonfolge, die, wenn auch nur sehr kurz, aber doch eine ganz au\u00dfergew\u00f6hnliche Atmosph\u00e4re schafft. Am Ende dieses Klanggem\u00e4ldes taucht das Fragment eines Songs auf, der nicht auf dem Cover erw\u00e4hnt wird, aber sicher zu den mysteri\u00f6sesten und zugleich interessantesten McCartney-Werken der Post-Beatles-\u00c4ra z\u00e4hlt: &#8222;Suicide&#8220;. Diese typische McCartney-Komposition mit nostalgischem Flair hat einen grotesken Hintergrund: Paul lie\u00df Frank Sinatra ungefragt diesen Song zukommen. Dieser wiederum hielt das f\u00fcr einen Scherz und lehnte ab. McCartney dazu:\u00a0 \u201cI once sent Frank Sinatra a song called Suicide. thought it was quite a good one \u2013 but apparently he thought I was taking the mickey out of him and he rejected it.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die fragile Ballade &#8222;Junk&#8220; ist das neben &#8222;Maybe I&#8217;m Amazed&#8220; das wohl beste St\u00fcck des Albums. Der Song entstand schon im M\u00e4rz 1968, als sich die Beatles im Meditationscenter des Maharishi Mahesh Yogi in Rishikesh\/Indien aufhielten. Es existiert eine in George Harrisons Haus in Esher aufgenomme Demofassung aus dem Pool der potenziellen Songs f\u00fcr das &#8222;Wei\u00dfe Album&#8220;. Zudem war &#8222;Junk&#8220; auch w\u00e4hrend der &#8222;Let It Be&#8220;-Sessions vertreten, doch erst McCartney selbst stellte dieses St\u00fcck fertig, dass auf &#8222;McCartney&#8220; auch in einer Instrumentalfassung enthalten ist. Mit &#8222;Man We Was Lonely&#8220; geht das Niveau wieder bergab. Nur der Mittelteil erreicht wieder ann\u00e4hernd die Qualit\u00e4t, die eines Songschmieds vom Schlage Paul McCartneys w\u00fcrdig ist:<\/p>\n<p><em>&#8222;I used to ride on my fast city line<\/em><br \/>\n<em> Singing songs that I thought were mine alone, (alone) alone.<\/em><br \/>\n<em> Now, let me lie with my love for the time<\/em><br \/>\n<em> I am home, (home) home, (home) home.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Oo You&#8220; ist eine erdige, basslastige Angelegenheit und hat einen packenden Live-Charakter. Vom Gef\u00fchl her kann man &#8222;Valentine Day&#8220;, &#8222;Oo You&#8220; und auch &#8222;Momma Miss America&#8220; einheitlich einer solchen Gruppe zuordnen. &#8222;Momma Miss America&#8220;, ein weiteres Instrumentalst\u00fcck, ist zweigeteilt: Der erste Abschnitt basiert auf einer dominanten Bassfigur w\u00e4hrend ab 1:58 Min. die Sologitarre erneut das Leitinstrument ist, bevor m\u00e4chtige Klavierakkorde eine weitere interessante Klangfarbe hinzuf\u00fcgen. Von allen \u00e4lteren St\u00fccken auf &#8222;McCartney&#8220; haben sich die Beatles am intensivsten mit &#8222;Teddy Boy&#8220; auseinandergesetzt. Dies ist ein Song mit einem typischen erz\u00e4hlenden, aber nicht besonders originellen McCartney-Text. Ob es nun Eleanor Rigby, Desmond, Rocky Racoon oder Maxwell Edison sind: Teddy Boy ist eine weitere Phantasie-Figur McCartneys. George Harrison und John Lennon konnten nie richtig verstehen, wie man dar\u00fcber Songs schreiben kann. Ihre Texte waren in den meisten F\u00e4llen pers\u00f6nlicher. Lennon machte w\u00e4hrend der Beatles-Einspielung von &#8222;Teddy Boy&#8220; sein Missfallen mehr als deutlich, als er McCartneys Gesang spontan und sp\u00f6ttisch mit einem Ringelrein-Text begleitete. Doch auch McCartney h\u00f6chstpers\u00f6nlich konnte nicht anders, als nach diesem witzigen Lennon-Einfall ins Gel\u00e4chter einzustimmen. Hier Johns Einsatz:<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Take your partners<br \/>\nAnd dosi-do<br \/>\nHold them tight<br \/>\nAnd don&#8217;t let go<br \/>\nWhen got it, jump up!<\/em>&#8222;<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei\u00a0 &#8222;Maybe I&#8217;m Amazed&#8220; kann man vom ersten klassischen Solo-Song McCartneys sprechen. Und wie eingangs bereits erw\u00e4hnt, ist es wahrscheinlich der beste seiner gesamten Solo-Karriere. Das am Piano geschriebene St\u00fcck wurde seinerzeit unglaublich oft im Radio gespielt, doch McCartney ver\u00f6ffentlichte den Song erst im Jahre 1976 als Single, ausgekoppelt aus dem Livealbum &#8222;Wings Over America&#8220;.\u00a0 Bei diesem Lied stimmt einfach alles:\u00a0 Ein sch\u00f6nes Hammondorgel-Intro, das dann dem Klavier als Leitinstrument Platz macht,\u00a0 leidenschaftlicher Gesang und ein exzellentes Gitarrensolo. Im Text bekennt Paul nicht nur seine Liebe zu Linda, sondern unterstreicht auch noch ihre Bedeutung, ihm in der schwierigen Zeit der sich andeutenden Beatles-Trennung und beginnenden v\u00f6llig neuen Lebensphase beizustehen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Maybe I&#8217;m amazed at the way you love me all the time<\/em><br \/>\n<em> Maybe I&#8217;m afraid of the way I love you<\/em><br \/>\n<em> Maybe I&#8217;m amazed at the the way you pulled me out of time<\/em><br \/>\n<em> And hung me on a line<\/em><br \/>\n<em> Maybe I&#8217;m amazed at the way I really need you<\/em><br \/>\n<em> Maybe I&#8217;m a man and maybe I&#8217;m a lonely man<\/em><br \/>\n<em> Who&#8217;s in the middle of something<\/em><br \/>\n<em> That he doesn&#8217;t really understand.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen Abschluss findet &#8222;McCartney&#8220; mit dem mittlerweile sechsten Instrumentalst\u00fcck dieses Albums: &#8222;Kreen-Akrore&#8220;. Nicht unbedingt ein glorreiches Finale, aber allemal ein ungew\u00f6hnliches McCartney-St\u00fcck. Er lie\u00df sich durch eine Fernsehdokumentation \u00fcber die brasilianischen Kreen-Akrore-Indianer dazu inspirieren. Und in der Tat h\u00f6rt man in diesem atmosph\u00e4rischen Song einiges, was daran erinnert: wilde Trommelei, allerlei seltsame Ger\u00e4usche, heftiges Atmen (offensichtlich eine Jagd durch den Dschungel), ritualm\u00e4\u00dfige Ges\u00e4nge usw.\u00a0 Paul und Linda entfachten im Studio sogar ein Feuer, verwendeten diesen Soundeffekt aber dann doch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;McCartney&#8220; ist gewisserma\u00dfen eine halbgare Sache. Einerseits unfertige, schlichte oder eher private Songs und auf der anderen Seite wenige glanzvolle St\u00fccke, die fast ein bisschen wie Fremdk\u00f6rper wirkten. Doch &#8222;McCartney&#8220; landete ungeachtet dessen binnen k\u00fcrzester Zeit in den USA auf Platz 1 und in England auf Platz 2 der Albumcharts. 1987 erschien die Platte erstmals auf CD und wurde im Jahr 1993 im Rahmen der &#8222;Paul McCartney Collection&#8220; remastered. Dar\u00fcber hinaus gibt es von DCC Compact Classics eine 24 Karat vergoldete CD dieses Albums. Heute gewinnen die fr\u00fchen McCartney- bzw. Wings-Alben immer mehr an Respekt und Wertsch\u00e4tzung. Fr\u00fcher war das eher uncool. Die schwachen Anteile von &#8222;McCartney&#8220; sehen heute viele Zeitgenossen ausgeglichen durch den reizvollen organischen und warmen Gesamtsound des Albums.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Albumr\u00fcckseite findet sich eine der sch\u00f6nsten Privataufnahmen, die die gelernte Fotografin Linda von ihrem Mann je gemacht hat. Sie zeigt Paul, der seine mehr oder weniger gerade geborene Tochter Mary in seiner Jacke vor dem Wind besch\u00fctzt und w\u00e4rmt. Dieses Foto ging um die Welt und gerade 2006 griffen Tom Cruise und Katie Holmes diese Idee wieder auf, als sie ihre gemeinsame Tochter Suri der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentierten.<\/p>\n<p><strong>Anspieltipps:<\/strong><br \/>\nMaybe I&#8217;m Amazed \/ Junk \/ Every Night<\/p>\n<p><strong>Bewertung:<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/paul.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/paul.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/paul.gif\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pressestimmen:<\/strong><br \/>\n<em>&#8222;Excitement is not a word for this LP, warmth and happiness are.&#8220;\u00a0\u00a0\u00a0 &#8211; New Musical Express, 18. April 1970<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>McCartney Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0 17. 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