{"id":297,"date":"2014-01-30T18:03:57","date_gmt":"2014-01-30T18:03:57","guid":{"rendered":"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=297"},"modified":"2014-03-03T06:55:22","modified_gmt":"2014-03-03T06:55:22","slug":"1976-wings-over-america","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=297","title":{"rendered":"1976 &#8211; &#8222;Wings Over America&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 300px; height: 300px;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/america.jpg\" \/><\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Wings Over America<\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0 10. Dezember 1976<br \/>\nLP: EMI 1C 188 &#8211; 98497-99 (Deutschland)<br \/>\nCD: EMI 0777 7 46715 8 3 (Digitally Remastered)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Titel:<br \/>\n<\/strong><\/em><strong>CD 1:<\/strong><em><strong><br \/>\nVenus And Mars &#8211; Rock Show &#8211; Jet \/ Let Me Roll It \/ Spirits Of Ancient Egypt \/ Medicine Jar \/ Mabe I&#8217;m Amazed \/ Call Me Back Again \/ Lady Madonna \/ The Long And Winding Road \/ Live And Let Die \/ Picasso&#8217;s Last Words \/ Richard Cory \/ Bluebird \/ I&#8217;ve Just Seen A Face \/ Blackbird \/ Yesterday<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>CD 2:<\/strong><em><strong><br \/>\nYou Gave Me The Answer \/ Magneto And Titanium Man \/ Go Now \/ My Love \/ Listen To What The Man Said \/ Let &#8218;Em In \/ Time To Hide \/ Silly Love Songs \/ Beware My Love \/ Letting Go \/ Band On The Run \/ Hi Hi Hi \/ Soily<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Schallplatten-\u00c4ra erschienen hin und wieder nicht nur Doppel- sondern auch Dreifachalben. Die erfolgreichsten darunter konnte ein Ex-Beatle f\u00fcr sich verbuchen: George Harrison. Namentlich waren dies &#8222;All Things Must Pass&#8220; und &#8222;The Concert For Bangla Desh&#8220;. W\u00e4hrend unter kommerziellen Gesichtspunkten Harrisons Stern ab Mitte der 70er langsam verblasste, eilte nunmehr Paul McCartney mit seinen Wings von Erfolg zu Erfolg. McCartneys Biograph Alan Clayson geht sogar so weit zu behaupten, dass &#8222;Wings Over America&#8220; mit der Zeit George Harrison den Rang ablief, das erfolgreichste Dreifach-Album aller Zeiten ver\u00f6ffentlicht zu haben. Nun denn &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend sich Harrison von den vernichtenden Kritiken seiner Nordamerika-Tour von 1974 erholte, Ringo Starr das Erfolgsrezept seines Megasellers &#8222;Ringo&#8220; (1973) nicht beliebig oft wiederholen konnte und John Lennon sich f\u00fcr Jahre aus dem Rampenlicht zur\u00fcckzog, wurde McCartney produktiver und erfolgreicher denn je. Er hatte einen umbequemen Weg hinter sich: Der Rechtsstreit mit den anderen Beatles zollte seinen Tribut, Perspektivlosigkeit und Motivationsmangel nach dem Beatles-Ende schickten McCartneys Inspiration auf Urlaub und nur langsam konnte er sich eine neue Identit\u00e4t und frisches Selbstbewusstsein aufbauen. Nach der Gr\u00fcndung der Wings waren allerdings nicht automatisch alle Regler auf Erfolg gestellt. Durchwachsene Studioaufnahmen und teilweise amateurhafte Liveauftritte wechselten einander ab. Doch es ging stetig aufw\u00e4rts. Nach einer Universit\u00e4ten-Tour gaben die Wings quer durch Europa Konzerte in kleinerem Rahmen, bevor es McCartney 1973 wagte, in England gr\u00f6\u00dfere Hallen zu buchen. Nach den an anderer Stelle bereits erw\u00e4hnten Umbesetzungen kristallisierte sich eine Band heraus, die kompakt, homogen und technisch souver\u00e4n agierte: Paul und Linda McCartney, Denny Laine, Jimmy McCulloch und Joe English &#8211; die f\u00fcnfte Inkarnation der Wings.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mit &#8222;Wings Over America&#8220; vorliegende Programm wurde 1975\/76 bei knapp 30 Konzerten erprobt, verteilt auf England, eine kurze Europatour und eine Reihe von Auftritten in Australien. Am 3. Mai 1976 fand in Fort Worth das erste Konzert der Wings statt. Wo der Wings-Tross auch stoppte, alle Konzerte waren \u00fcberaus erfolgreich. Die Songauswahl st\u00fctzte sich haupts\u00e4chlich auf die Highlights drei letzten Alben (Wings At The Speed Of Sound, Venus And Mars, Band On The Run). Erg\u00e4nzt wurde dies durch unverzichtbare Glanzlichter wie &#8222;Maybe I&#8217;m Amazed&#8220;, &#8222;My Love&#8220; und der James Bond-Titelsong &#8222;Live And Let Die&#8220;. Auch Denny Laine hatte seinen Part. Er pr\u00e4sentierte bei allen Konzerten dieser Tour &#8222;Time To Hide&#8220;, aber bei den drei Konzerten in Los Angeles auch einen Oldie: &#8222;Go Now&#8220;, ein Titel, den er zwar nicht schrieb, den er aber als S\u00e4nger der Moody Blues 1964 zur Hitsingle machte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am bemerkenswertesten ist es jedoch, dass sich Paul McCartney wieder f\u00fcr Beatles-Material \u00f6ffnete. Zu Wings-Anfangszeiten vermied er Beatles in Konzerten die Songs der Beatles, weil er sich als eigenst\u00e4ndiger K\u00fcnstler bzw. die Wings als eigenst\u00e4ndige Band etablieren und sich nicht auf den Loorbeeren vergangener Tage ausruhen wollte. &#8222;Long Tall Sally&#8220; (eine Coverversion) war seinerzeit die einzige Verbindung zu den Beatles. Im Vergleich zu heutigen McCartney-Konzerten ist die Anzahl seiner Beatles-Kompositionen w\u00e4hrend der Wings-Tourneen verschwindend gering. Doch Mitte der 70er Jahre begann er, mit dieser Phase seines Musikerlebens seinen Frieden zu machen. Und das Publikum? Es war mehr als dankbar. Unbeschreiblicher Jubel brach aus, wenn McCartney &#8222;Yesterday&#8220; anstimmte. Zudem konnte Paul &#8222;The Long And Winding Road&#8220; endlich von dem Breitwand-Kitsch befreien, den Phil Spector anl\u00e4sslich der Produktion des &#8222;Let It Be&#8220;-Albums dem Song angedeihen lie\u00df. McCartney hat ihm das stets \u00fcbel genommen und interpretierte das St\u00fcck nun so, indem er sich auf das Wesentliche konzentrierte: Sein Klavierspiel und Gesang, Bass, Sclagzeug und ein dezentes Bl\u00e4ser-Arrangement. Auch &#8222;Lady Madonna&#8220; pr\u00e4sentiert sich in einer entschlackten, aber beschleunigten Version. &#8222;I&#8217;ve Just Seen A Face&#8220; ist auf dem Beatles-Album &#8222;Help!&#8220; zu finden. Bei den Wings-Konzerten war es eingebettet in ein so genanntes &#8222;Acoustic Set&#8220;: Die Wings setzten sich &#8211; nur mit akustischen Gitarren und Tambourin ausgestattet &#8211; im Halbkreis im Zentrum der B\u00fchne. So spielten sie die Songs von &#8222;Picassos&#8217;s Last Words&#8220; bis &#8222;Yesterday&#8220;. Darin enthalten war die nach &#8222;Go Now&#8220; zweite Coverversion: &#8222;Richard Cory&#8220;. Diese Komposition von Paul Simon (vom zweiten Simon &amp; Garfunkel-Album &#8222;Sounds Of Silence&#8220;) f\u00fcgt sich atmosph\u00e4risch hervorragend ein in die ungezwunge Runde des Acoustic Set.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Konzertmitschnitt endet mit dem fr\u00fchen Wings-Song &#8222;Hi Hi Hi&#8220; und dem Novum, zum Schluss eines jeden Konzertes einen Titel zu spielen, der damals wie heute als Studioversion unver\u00f6ffentlicht ist: Soily. Dieser zun\u00e4chst f\u00fcr ein\u00a0 m\u00f6gliches &#8222;Red Rose Speedway&#8220;-Doppelalbum vorgesehene m\u00e4chtige Rocker tauchte in Wings-Konzerten erstmals 1972 auf und folgt keinem strengen Arrangement; statt dessen blieb immer Platz f\u00fcr leichte Improvisationen. So beschert &#8222;Wings Over America&#8220; eine kurzweilige Fassung von \u00fcber f\u00fcnf Minuten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die &#8222;Wings Over America&#8220;-Tour beendet war, sichtete Paul McCartney insgesamt rund 70 Stunden Konzertmitschnitte, die editiert und abgemischt werden sollten. \u00dcber sechs Wochen arbeitete er in den Abbey Road Studios t\u00e4glich bis zu 14 Stunden daran, um seinen Anh\u00e4ngern eine authentische Konserve einer kompletten Liveshow zu bieten. Viele Songs des vorliegenden Albums wurden beim Abschlusskonzert der Tour im Los Angeles Forum aufgenommen, doch auch Aufnahmen aus Detroit, Kansas City, Denver und Boston sind mit dabei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wings Over America&#8220; ist eine beeindruckende, vor Spielfreude spr\u00fchende Bilanz McCartneys als Solist und als Leader der Wings, garniert mit einer knappen wie sch\u00f6nen Auswahl von Beatles-Klassikern. Von vielen Fans wird auch auch das dramaturgisch gelungene und packende Intro-Medley bestehend aus &#8222;Venus And Mars&#8220;\/&#8220;Rock Show&#8220;\/&#8220;Jet&#8220; als \u00fcberragende Kombination gesehen. Nicht wenige w\u00fcrden exakt diese drei Songs zu Beginn eines heutigen McCartney-Konzertes erleben. das Triple-Album erreichte nicht ohne Grund in den USA Platz eins und lie\u00df sich auch im Rest der Welt gut verkaufen. Das die Ankunft der Wings in den USA symbolisierende Au\u00dfencover wurde von Richard Manning gestaltelt. F\u00fcr das fotorealistische Innencover zeichnete Jeff Cummins verantwortlich, der (mehrfach f\u00fcr McCartney t\u00e4tig war und) sp\u00e4ter auch f\u00fcr das Artwork von Eric Clapton, Whitesnake, Rainbow, Moody Blues und anderen verpflichtet wurde. Dem Album war des Weiteren ein beidseitig bedruckes Poster beigelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und auch noch in einem weiteren Format wurde die &#8222;Wings Over America&#8220;-Tour verewigt. Unter dem Titel &#8222;Rockshow&#8220; lie\u00df Paul McCartney einen Konzertfilm erstellen, der Ende November 1980 in New York Premiere feiern konnte. Die ungeschnittene Fassung enth\u00e4lt 30 Songs und ist 125 Minuten lang, die gek\u00fcrzte hat eine Laufzeit von 102 Minuten. Die Aufnahmen stammen vom rekordbrechenden Konzert im Seattle Kingdome (mit 67.000 Zuschauern das bis dahin gr\u00f6\u00dfte Rockkonzert in einer Halle). Die VHS-Videokassette ist immer noch ein begehrtes Sammlerst\u00fcck, denn auf DVD wurde das Konzert nie ver\u00f6ffentlicht. Es dauerte bis zum Jahresende 2007, dass Ausschnitte (sieben Songs) mit restauriertem Bild und 5.1 Surround Sound als Teil der DVD-Retrospektive &#8222;The McCartney Years&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurde.\u00a0 Weitere sechs Jahre vergingen schlie\u00dflich, bis 2013 sowohl &#8222;Wings Over America&#8220; (&#8212;&gt; Link) als auch &#8222;Rockshow&#8220; (&#8212;&gt; Link) endlich komplett remastert und restauriert erschienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anspieltipps:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durchg\u00e4ngig empfehlenswert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bewertung<\/strong>:<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><big><small><big><small><small><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/paul.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/paul.gif\" \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/paul.gif\" \/><\/small><\/small><\/big><\/small><\/big><big><small><big><small><small><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.ewetel.net\/%7Eansgar.bellersen\/bilder\/paul.gif\" \/><\/small><\/small><\/big><\/small><\/big><big><small><big><small><small><\/small><\/small><\/big><\/small><\/big> <strong>+<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pressestimmen:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wings Over America Ver\u00f6ffentlicht:\u00a0 10. 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