{"id":1569,"date":"2014-02-24T06:50:18","date_gmt":"2014-02-24T06:50:18","guid":{"rendered":"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=1569"},"modified":"2014-03-03T14:54:15","modified_gmt":"2014-03-03T14:54:15","slug":"2005-two-concerts-for-george","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=1569","title":{"rendered":"2007 &#8211; Two Concerts For George Harrison"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\"><strong>The Friar Park Fairies<br \/>\n<\/strong><\/h1>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><strong>Live in Bremen, Schwankhalle &#8211; 09. und 10. M\u00e4rz 2007<\/strong><\/h2>\n<h5>(Text + Fotos: \u00a9 Ansgar Bellersen \u2013 Verwendung nur mit ausdr\u00fccklicher Genehmigung)<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dezember 2005 geh\u00f6rte den Sugar Plum Fairies f\u00fcr zwei Konzertn\u00e4chte die B\u00fchne der Bremer Schwankhalle. Sie widmeten ihre Auftritte John Lennon und seinen Songs. Die bemerkenswerten Konzerte vor zwei Mal ausverkauftem Haus wurden flankiert von einer Ausstellung mit Lithographien des Beatles-Intimus Klaus Voormann und einer Talkrunde mit Selbigen. Einen H\u00f6hepunkt erreichte die Veranstaltung, als Voormann sich sp\u00e4ter selbst den Bass umschnallte und die Bremer Band begleitete. Eine Frage dr\u00e4ngte sich schon damals auf: K\u00f6nnte das getoppt werden? Seit dem Wochenende des 9. und 10. M\u00e4rz 2007 wusste man die Antwort: Ja, es war m\u00f6glich!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/plakat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1583 aligncenter\" alt=\"plakat\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/plakat.jpg\" width=\"650\" height=\"454\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/plakat.jpg 650w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/plakat-300x209.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Idee, mit Songs von George Harrison auf die B\u00fchne zu gehen, wurde von den Ur-Fairies Norbert Krietemeyer und Moritz Puschke schon vor Jahren entwickelt. Bei ersten Proben stellte sich heraus, dass die Songs des &#8222;Stillen Beatle&#8220; alles andere als einfach sind. So wurde dieses Projekt vorerst auf Eis gelegt, um sich statt dessen der konzertanten W\u00fcrdigung John Lennons zu widmen. R\u00fcckblickend betrachtet war dieses die ideale Feuerprobe um die &#8222;Concerts For George Harrison&#8220; zu bestreiten. Die Konzeption der Tribute-Veranstaltung, die mit leichter Versp\u00e4tung Harrisons 64. Geburtstag zelebrierte, war den &#8222;Lennon-Nights 2005&#8220; nicht un\u00e4hnlich. Zwar sollte der Auftritt der Sugar Plum Fairies, die sich f\u00fcr diesen Zweck nach George Harrisons Anwesen in Henley-On-Thames in &#8222;Friar Park Fairies&#8220; umbenannten, im Mittelpunkt stehen. Doch zum besseren Verst\u00e4ndnis f\u00fcr George Harrisons Wesen und musikalische Pr\u00e4gung ab Mitte der 60er Jahre wurde eine Darbietung traditioneller indischer Musik an den Anfang gestellt. Auf diese Weise erlangte &#8222;Two Concerts For George Harrison&#8220; doppelte Bedeutung: Nicht nur zwei Veranstaltungstage waren damit gemeint, sondern auch zwei eigenst\u00e4ndige, aber konzeptionell eng verbundene Konzerte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine knappe Woche vor den Auftritten hatte ich Gelegenheit, den Friar Park Fairies bei ihrem ersten Probe-Durchlauf aller Songs zu lauschen. Nicht zu \u00fcbersehen waren die personellen Ver\u00e4nderungen in der Band. Tim G\u00fcnther, der erste Schlagzeuger der Fairies, wurde ersetzt durch Jens Fuhse. G\u00fcnther war Gr\u00fcndungsmitglied der Gruppe, doch wie einst bei den Beatles war es sp\u00e4testens nach den Lennon-Nights klar, dass die Band den Schlagzeuger wechseln musste, um entscheidend vorw\u00e4rts zu kommen. Mit Fuhse \u2013 im Gegensatz zu G\u00fcnther &#8222;hauptamtlicher&#8220; Schlagzeuger \u2013 ist ein mehr als w\u00fcrdiger Nachfolger gefunden worden. Das Klangbild der Band wurde zudem erweitert durch zwei Backgrounds\u00e4ngerinnen \u2013 die &#8222;Dwarfs&#8220; Annabelle Mierzwa und Julia Steinga\u00df. Selbst im Probenraum wusste der Gesamtsound zu \u00fcberzeugen und Harrisons &#8222;Hidden Gem&#8220; vom Wei\u00dfen Album &#8222;Long, Long, Long&#8220; avancierte schon an diesem Abend zu meinem Favoriten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits im Sp\u00e4tsommer 2006 vermittelte ich an Moritz Puschke meinen Sitarlehrer Dr. Gerhard Kissel, der sich f\u00fcr die &#8222;Two Concerts&#8220; mit den zwei Musikerfreunden Berndt Petroschka und Raimund Gelten zum &#8222;Raga Ensemble&#8220; zusammenschloss. Das Trio sollte dem Publikum eine Ahnung davon geben, welch immense Bedeutung das Kennen lernen der klassischen indischen Musik f\u00fcr George Harrison hatte. Denn nichts beeinflusste dessen Spiritualit\u00e4t und musikalische Entwicklung nachhaltiger als die Begegnung mit Ravi Shankar und der Musik Indiens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Terminfindung<a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/norbert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1581 alignleft\" alt=\"norbert\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/norbert.jpg\" width=\"360\" height=\"628\" \/><\/a> f\u00fcr Dezember 2006 scheiterte, sollten die &#8222;Two Concerts For George Harrison&#8220; nun am 9. und 10. M\u00e4rz 2007 stattfinden. Zun\u00e4chst betrat Norbert Krietemeyer um 20:10 Uhr die B\u00fchne und begleitete sich selbst an der akustischen Gitarre bei einem der bekanntesten St\u00fccke George Harrisons: &#8222;While My Guitar Gently Weeps&#8220;. Schon diese Interpretation lie\u00df Harrison-Kenner mit der Zunge schnalzen. Krietemeyer bot eine ungeheuer authentische und einf\u00fchlsame Neuauflage der akustischen Demoversion Harrisons, die auf der Beatles &#8222;Anthology 3&#8220; zu finden ist \u2013 inklusive des damals noch nicht endg\u00fcltigen Textes. Nach dieser Ouvert\u00fcre sprach Krietemeyer ein paar einf\u00fchrende Worte und bat das &#8222;Raga Ensemble&#8220; auf die B\u00fchne.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Norbert Krietemeyer er\u00f6ffnet den Abend mit einer akustischen Version von &#8222;While My Guitar Gently Weeps&#8220;<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umgeben vom Instrumentarium der Friar Park Fairies lie\u00dfen sich Gerhard Kissel, Berndt Petroschka und Raimund Gelten auf einem Teppich nieder. Das Licht senkte sich und bald erklang auch das sonore Schnurren der Saiten von Gerhard Kissels Surbahar, eine Art Bass-Sitar. Nun ist es selbst bei einer George Harrison gewidmeten Veranstaltung nicht zu erwarten, dass das Publikum mit den Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten der traditionellen indischen Musik vertraut ist. So war es von gro\u00dfem Vorteil, dass Kissel die ersten zehn Minuten f\u00fcr einen unterhaltsamen &#8222;Raga-Crashkurs&#8220; f\u00fcr Anf\u00e4nger nutzte. Die indischen Saiteninstrumente verstimmen sich schnell, so dass das Stimmen seine Zeit erfordert. Simultan zum Stimmen von Surbahar und Tanpura entwarf Kissel die fiktive Situation des Besuches George Harrisons bei seinem ersten klassischen Konzert in Indien. Er beschrieb dabei nicht ohne Humor einen Dialog zwischen George Harrison und einem indischen Begleiter, der dem wissbegierigen Beatle nach und nach seine Fragen zu dem beginnenden Raga beantwortet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich war das Stimmen beendet und das Trio begann mit &#8222;Chandra Kosh&#8220; einem Raga, der dem Mond gewidmet ist. &#8222;Chandra Kosh&#8220; begann wie alle Ragas mit einer ruhigen Einf\u00fchrung, in der die Grundstruktur, die jeweilige Tonskala vorgestellt wird. Gerhard Kissel zeigte dabei, welch reizvolle und vielf\u00e4ltige T\u00f6ne nur durch das Ziehen der Saiten der Surbahar erreicht werden k\u00f6nnen. Der Raga entfaltete sich und ging nun in einen neuen Abschnitt \u00fcber, indem Berndt Petroschka mit seiner Pakhawaj einstieg. Diese uralte, beidseitig zu schlagende Trommel Nordindiens ist mit der Tabla verwandt, wird aber waagerecht liegend gespielt. Das Fell der Pakhawaj ist erstaunlicherweise mit frischem Brotteig eingerieben und wird auf diese Weise gestimmt. In diesem Hauptteil nun wurde auf der Basis einer Art Leitmotivs der Raga voll ausgenutzt und relativ frei in dessen vorgegebenen Rahmen improvisiert. Nach ungef\u00e4hr 40 Minuten war &#8222;Chandra Kosh&#8220; beendet. Das &#8222;Raga Ensemble&#8220; lie\u00df dann noch ein etwa 10-min\u00fctiges St\u00fcck folgen, in dem die Sitar im Mittelpunkt stand: &#8222;Sitarkhani&#8220; im &#8222;Raga Vasantmukhari&#8220;.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/band.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1577 aligncenter\" alt=\"band\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/band.jpg\" width=\"650\" height=\"304\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/band.jpg 650w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/band-300x140.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Sitarkhani: Berndt Petroschka, Raimund Gelten, Gerhard Kissel (v.l.n.r.)<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Konzert der &#8222;Inder&#8220; kam am Samstag besser beim Publikum an als am ersten Abend. Zwei Gr\u00fcnde waren daf\u00fcr entscheidend: Zun\u00e4chst waren die Freitagskonzerte nicht so gut besucht. Alles begab sich auf die im hinteren Bereich der Schwankhalle befindliche Trib\u00fcne, so dass zwischen ihr und B\u00fchne eine stimmungst\u00f6tende Distanz entstand. Offenbar zog man daraus eine Lehre, sodass am folgenden Abend vor der B\u00fchne mehrere Reihen mit Sitzkissen ausgelegt waren. Durch diese N\u00e4he war es m\u00f6glich, die ohnehin schon angenehm auf das vegetative Nervensystem wirkende Musik noch intensiver aufzunehmen. Dennoch gab es \u2013 vorwiegend am Freitag &#8211; im Publikum vereinzelte Reaktionen von Ungeduld und flapsigen Bemerkungen. Aber die indische Musik ist eben nicht Jedermanns Sache und selbst Ravi Shankar war sich beim legend\u00e4ren &#8222;Concert For Bangla Desh&#8220; (1971) bewusst, dass die meisten Besucher nicht wegen der indischen Musik, sondern wegen des Rockkonzerts gekommen waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem sich das &#8222;Raga Ensemble&#8220; verabschiedet hatte, wurde auf einer gro\u00dfen Leinwand ein gut 20-min\u00fctiger Film \u00fcber das Leben George Harrisons gezeigt. Erdbeerfelder-Mitglied Carsten Kannenberg erstellte relativ kurzfristig und in m\u00fchevoller Kleinarbeit im Zusammenschnitt ein Portr\u00e4t Harrisons zusammen. Die Reaktionen darauf waren am ersten Abend verhalten, doch am Samstag erwies es sich als hilfreich, dass Moritz Puschke vor der Filmvorf\u00fchrung auf die aufgrund verschiedenster Quellen enthaltenen Tonschwankungen und manchmal etwas abrupten Schnitte hinwies. So wurde der Film am zweiten Abend sogar mit Applaus honoriert.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/norbert2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1582 aligncenter\" alt=\"norbert2\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/norbert2.jpg\" width=\"650\" height=\"491\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/norbert2.jpg 650w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/norbert2-300x226.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>&#8222;Taxman&#8220;: Moritz Puschke, Norbert Krietemeyer, Julia Steinga\u00df (verdeckt) und Annabelle Mierzwa (v.nl.n.r.)<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Anschluss daran begaben sich endlich die Friar Park Fairies auf die B\u00fchne. Der Autor dieser Zeilen \u00fcbernahm die ehrenvolle Aufgabe, das R\u00e4ucherst\u00e4bchen am B\u00fchnenrand zu entz\u00fcnden (passenderweise mit Erdbeer-Aroma). Im Gegensatz zum ersten Auftritt war der Raum vor der B\u00fchne nun schon recht gut gef\u00fcllt und das Publikum wurde mit &#8222;I Want To Tell You&#8220; in das Jahr 1966 zur\u00fcckversetzt. Der Song war einer von drei Beitr\u00e4ge Harrisons zum Beatles-Album &#8222;Revolver&#8220;. George Harrison selbst w\u00e4hlte diesen Song als Er\u00f6ffnungsst\u00fcck seiner 1991er Konzertreise durch Japan. Und auch in Bremen \u00fcberzeugte &#8222;I Want To Tell You&#8220; als stimmungsvoller Einstieg. Eine erste \u00dcberraschung folgte gleich nach &#8222;Taxman&#8220;: Mit &#8222;When We Was Fab&#8220; brachten die Friar Park Fairies nicht nur ein St\u00fcck auf die B\u00fchne, in dem George Harrison zu &#8222;Cloud Nine&#8220;-Zeiten (1987) auf sympathische Weise den Geist der Beatles-Sp\u00e4tphase heraufbeschwor. Es ist auch ein Song, der live auch von Harrison nie gespielt wurde. Der Schluss des Songs, der im Original von Sitarkl\u00e4ngen getragen wird, ist in der Liveversion der Friar Park Fairies von Timmi Fischers elektrischer Gitarre interpretiert worden. Schon hier zeigte sich, von welch zentraler Bedeutung der Leadgitarrist an diesen Abenden war und wie gut Fischer diese Aufgabe meisterte. Zwar hatte er mit Norbert Krietemeyer einen weiteren Gitarristen an seiner Seite, doch wer die Armada an Gitarristen bei Londoner &#8222;Concert For George&#8220; (2002) vor Augen hat, die es brauchte, um die Harrison-Kompositionen authentisch wiederzugeben, der wird bei den Bremer Konzerten \u00fcber Fischers K\u00fcnste mehr als gestaunt haben. Die beiden Backgrounds\u00e4ngerinnen Annabelle Mierzwa und Julia Steinga\u00df verliehen schon den ersten Songs Volumen und dem Outro von &#8222;When We Was Fab&#8220; auch ein optisches Sahneh\u00e4ubchen, indem sie die mehrarmige G\u00f6ttin Parvati darstellten.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/timmi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1586 aligncenter\" alt=\"timmi\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/timmi.jpg\" width=\"638\" height=\"481\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/timmi.jpg 638w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/timmi-300x226.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a>Timmi Fischer in bester Clapton-Manier bei &#8222;Badge&#8220;<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht wenige Konzertbesucher waren \u00fcberrascht zu erfahren, dass der Hit des britischen Bluesrock-Trios Cream &#8222;Badge&#8220; eine Gemeinschaftskomposition von George Harrison und Eric Clapton war. Clapton-Verehrer Timmi Fischer stand nun im Zentrum des Geschehens und lieferte zusammen mit seinen Bandkollegen eine packende Darbietung. &#8222;Badge&#8220; geh\u00f6rte unbestritten zu den H\u00f6hepunkten beider Abende. Am zweiten Abend kam das Publikum dann bei &#8222;Here Comes The Sun&#8220; endg\u00fcltig in ausgelassene Stimmung und damit in Bewegung, die Norbert Krietemeyer immer wieder einforderte. Mit &#8222;If I Needed Someone&#8220; und &#8222;Give Me Love (Give Me Peace On Earth)&#8220; folgten zwei recht gegens\u00e4tzliche Songs. Dennoch ist beiden die melancholische Grundstimmung zu Eigen, die George Harrisons Songs auszeichnet und so reizvoll macht. Nach einem der gr\u00f6\u00dften Erfolge des Solisten George Harrison setzte die Band ihren Auftritt mit einem eher unbekannten und sicherlich stark unterbewerteten Beitrag Harrisons zum Beatles-Katalog fort: &#8222;Long, Long, Long&#8220;. Gewiss war es nicht ohne Risiko, den Song in das Konzertrepertoire zu \u00fcbernehmen, doch wie schon bei der Probe entfaltete der Song schnell seinen atmosph\u00e4rischen Zauber und zog das Publikum in seinen Bann.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/friarpark.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1579\" alt=\"friarpark\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/friarpark.jpg\" width=\"650\" height=\"413\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/friarpark.jpg 650w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/friarpark-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Die Friar Park Fairies<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend dieser &#8222;White Album&#8220;-Perle hatte sich nicht nur Thomas Milowski seinen H\u00f6fner-Violinbass umgeschnallt, sondern auch Timmi Fischer. Doch Fischer verdoppelte nicht etwa den Bass-Sound, sondern war in Vorbereitungen f\u00fcr den n\u00e4chsten Song versunken. Er werkelte an den Einstellungen seines Instruments f\u00fcr &#8222;Think For Yourself&#8220;, das Paul McCartney auf dem Beatles-Album &#8222;Rubber Soul&#8220; mit &#8222;Fuzz&#8220;-Effekt spielte. Und so \u00fcberzeugend klang der &#8222;doppelte H\u00f6fner&#8220; dann anschlie\u00dfend auch. Das Slow-Blues-orientierte &#8222;Cloud Nine&#8220; nahm mit zunehmender Dauer immer mehr Fahrt auf und gipfelte in kernigen Duellen der Gitarristen Krietemeyer und Fischer, die den Song zu einem furiosen Finale f\u00fchrten. Mit &#8222;Beware Of Darkness&#8220; wurde dann erstmals ein Song von Harrisons Magnus Opus &#8222;All Things Must Pass&#8220; interpretiert. Analog zum &#8222;Concert For Bangla Desh&#8220;, bei dem Leon Russell einen Vers \u00fcbernahm, wurde diese Passage nun von Julia Steinga\u00df gesungen. Sicher ungewohnt f\u00fcr den Puristen, und auch Steinga\u00df\u2018 Nervosit\u00e4t war deutlich zu sp\u00fcren, doch am Samstagabend passte alles wunderbar zusammen. Verdienter Szenenapplaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem anschlie\u00dfenden Titel &#8222;Savoy Truffle&#8220;, wie auch \u00fcber die ganze Konzertl\u00e4nge, h\u00e4tte man sich gew\u00fcnscht, dass der an der Harrison-Stimme mehr als \u00fcberzeugend agierende Norbert Krietemeyer ein paar erkl\u00e4rende Worte gesagt h\u00e4tte. Viele Songs Harrisons haben einen interessanten Hintergrund, der sich zu erz\u00e4hlen lohnt. So hat George Harrison bei &#8222;Savoy Truffle&#8220; den Inhalt der Pralinenmischung &#8222;Good News&#8220;, die sein Freund Eric Clapton pfundweise in sich hineinstopfte, textlich verarbeitet. Musikalisch war freilich auch &#8222;Savoy Truffle&#8220; im Gewand der Friar Park Fairies eine Delikatesse. Das treibende Bl\u00e4serarrangement George Martins adaptierte, einmal mehr \u00fcberzeugend, Timmi Fischer an der Leadgitarre. Im Anschluss daran waren mit &#8222;I Me Mine&#8220;, &#8222;Old Brown Shoe&#8220; und &#8222;Something&#8220; drei weitere Harrison-Klassiker der letzten Beatles-Jahre zu h\u00f6ren. &#8222;Something&#8220; war dabei am interessantesten, da der &#8222;Abbey Road&#8220;-Titel von einer vorz\u00fcglichen, auf der absteigenden Akkordfolge in &#8222;Something&#8220; basierenden Improvisation von Moritz Puschke am Steinway-Fl\u00fcgel eingeleitet wurde, bevor dann eine weitgehend am Original orientierte Version erklang.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/moritz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1580 aligncenter\" alt=\"moritz\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/moritz.jpg\" width=\"650\" height=\"411\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/moritz.jpg 650w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/moritz-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Im Vordergrund Tastenmann Moritz Puschke<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit drei weiteren Songs vom &#8222;All Things Must Pass&#8220;-Dreifachalbum brachten die Friar Park Fairies ihren Auftritt auf die Zielgerade: Der gef\u00fchlvoll intonierte Titelsong, der packende Hit &#8222;What Is Life&#8220; und &#8222;Wah Wah&#8220;, Harrisons Reflextion seiner Unterdr\u00fcckung als K\u00fcnstler durch die Egomanen Lennon und vor allem McCartney. Wie im Filmportr\u00e4t schon im O-Ton zu h\u00f6ren, f\u00fchlte sich Harrison zu Beatleszeiten als litte er unter kreativer Verstopfung. Erst durch &#8222;All Things Must Pass&#8220; konnte er sich Erleichterung verschaffen. &#8222;Wah Wah&#8220; zeichnet sich in der Originalfassung durch den schon legend\u00e4ren &#8222;Wall Of Sound&#8220; des Produzenten Phil Spector aus. Die Friar Park Fairies kamen erstaunlich nah an diese epische Klangbreite heran und ernteten, am Schluss ihres regul\u00e4ren Sets angekommen, lang anhaltenden Applaus mit den folgenden obligatorischen, aber mehr als berechtigten &#8222;Zugabe&#8220;-Rufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei weitere Harrison-Kompositionen hatte die Band im Gep\u00e4ck. Zun\u00e4chst das wohl bekannteste Solo-St\u00fcck des ehemaligen Beatles: &#8222;My Sweet Lord&#8220;. W\u00e4hrend bei der eingangs erw\u00e4hnten Probe dieser Song noch verbesserungsw\u00fcrdig war, \u00fcberzeugte er nun in jeder Hinsicht. Nicht wenige stimmten voller Inbrunst in die geschickt vermengten &#8222;Hallelujah\/Hare Krishna&#8220;-Harmonien ein. In den sp\u00e4ten 80er Jahren feierte George Harrison gro\u00dfe Erfolge als Mitglied der All-Star-Band &#8222;The Traveling Wilburys&#8220;. Der gr\u00f6\u00dfte Erfolg dieser Gruppe, &#8222;Handle With Care&#8220;, stammte in weiten Teilen aus Harrisons Feder und sorgte nicht zuletzt durch Moritz Puschkes humorige Intonation von Roy Orbisons Gesangspart in der Bremer Schwankhalle nun f\u00fcr \u00fcberschw\u00e4ngliche Stimmung. Da machte es auch nichts, dass die von Bassist Thomas Milowski gleichzeitig gespielte Mundharmonika wegen des zu hoch h\u00e4ngenden Mikros kaum wahrnehmbar war. \u00fcberhaupt machten die wenigen, nicht nennenswerten Fehler die Band nur noch sympathischer. Mit einer bisher noch nicht gekannten Spiellaune leitete Schlagzeuger Jens Fuhse mit einem gen\u00fcsslich in die L\u00e4nge gezogenen Beat den Song ein, der den Abend er\u00f6ffnete: &#8222;While My Guitar Gently Weeps&#8220; \u2013 diesmal in der bekannten Version vom &#8222;White Album&#8220; und mit allen Schikanen \u2013 inklusive mehrerer eindringlichen Soli von Timmi &#8222;Sie nannten ihn Erich&#8220; Fischer. Ein wuchtiges Finale.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/finale.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1578\" alt=\"finale\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/finale.jpg\" width=\"650\" height=\"408\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/finale.jpg 650w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/finale-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Da darf man sich auch mal feiern lassen<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verglichen mit fr\u00fcheren Auftritten der Sugar Plum Fairies kommen die &#8222;Two Concerts For George Harrison&#8220; einem Quantensprung gleich. Der Gesamtsound ist frischer, treibender, voller, die Performance \u00fcberaus professionell. Die weitere Entwicklung der Band darf mit Spannung verfolgt werden. Es w\u00e4re mehr als w\u00fcnschenswert, wenn die Harrison-Show eine wie auch immer geartete Fortsetzung finden w\u00fcrde. Gern im konzeptionellen Verbund mit den &#8222;Indern&#8220;.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/strawberrys2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1585 aligncenter\" alt=\"strawberrys2\" src=\"http:\/\/lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/strawberrys2.jpg\" width=\"650\" height=\"487\" srcset=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/strawberrys2.jpg 650w, http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/strawberrys2-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Zufriedene Gesichter nach dem Konzert: Martin (Poky Mahony), Ansgar (Dr. O\u2019Bell) und Nils (Josey Wales)<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Friar Park Fairies Live in Bremen, Schwankhalle &#8211; 09. und 10. M\u00e4rz 2007 (Text + Fotos: \u00a9 Ansgar Bellersen \u2013 Verwendung nur mit ausdr\u00fccklicher Genehmigung) &nbsp; Im Dezember 2005 geh\u00f6rte den Sugar Plum Fairies f\u00fcr zwei Konzertn\u00e4chte die B\u00fchne &hellip; <a href=\"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/?page_id=1569\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1569","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1569"}],"version-history":[{"count":26,"href":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1569\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1606,"href":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1569\/revisions\/1606"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.lmw-28if.de\/exbeatles\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}